Die Nachrichtenagentur Reuters verbietet ihren Fotografen, RAW zu verwenden. Die Agentur möchte, dass direkt die Jpegs aus der Kammera benutzt werden.
Der Hintergrund ist, dass die RAW-Verarbeitung große Manipulationsmöglichkeiten bietet. Bei einer Nachrichtenagentur geht es nicht um künstlerisch gestaltete Fotos sondern um den Wahrheitsgehalt der Bilder. Hier der Bericht bei Heise online.
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Mittwoch, 25. November 2015
Dienstag, 10. November 2015
Geschwindigkeitsvergleich von RAW-Konvertern
Peter Marbaise vergleicht in seinem Blog tuxoche.de die Geschwindigkeit von verschiedenen RAW-Konvertern.
Es gibt viele Kriterien für die Wahl des richtigen RAW-Konverters. Die Geschwindigkeit ist vielleicht nicht für jeden das wichtigste Kriterium. Hat man aber oft viele RAW-Dateien zu konvertieren, dann lohnt sich ein Blick auf den Vergleich.
Es gibt viele Kriterien für die Wahl des richtigen RAW-Konverters. Die Geschwindigkeit ist vielleicht nicht für jeden das wichtigste Kriterium. Hat man aber oft viele RAW-Dateien zu konvertieren, dann lohnt sich ein Blick auf den Vergleich.
Mittwoch, 18. Februar 2015
Vergleich RAW vs. JPEG
Auf Photografix wurde gerade ein lesenswerter Artikel veröffentlicht, der die beiden Bildformate RAW und JPEG gegenüberstellt.
Nachdem erst einmal sehr anschaulich erklärt wurde, was RAW überhaupt ist, werden die wichtigsten Vor- und Nachteile gegenübergestellt.
Nachdem erst einmal sehr anschaulich erklärt wurde, was RAW überhaupt ist, werden die wichtigsten Vor- und Nachteile gegenübergestellt.
Sonntag, 8. Juni 2014
Tutorial RAW Therapee, Fotos von Veranstaltungen
Im ersten Teil der Reihe geht es um das Entwickeln von RAW-Dateien von Veranstaltungen. Mit Veranstaltungen meine ich die Familienfeier, das Fußballspiel vom Junior am Wochenende, das Skirennen oder den Grillabend mit den Freunden. Erst einmal will ich klären, was das Besondere an solchen Fotos ist.
Die Auswahl aus vielen Bilder ist eine wichtige Besonderheit.
Es ist auch grundsätzlich besser, wenn man hier nicht allzuviel experimentiert. Oft werden die Bilder einer Veranstaltung in Serie nacheinander betrachtet. Unterschiede in der Farbabstimmung fallen da besonders stark auf
Wenn man auf einer Geburtstagsfeier fotografiert hat, dann will die Verwandtschaft auch nicht ewig auf die Fotos warten. Oft wird da auch mit Smartphones fotografiert. Damit kann man Fotos fast sofort auf Facebook und Co posten. Das der Mensch mit der teuren “Profikamera” dann so ewig braucht, um die Bilder den Verwandten präsentieren zu können, stößt oft auf wenig Verständnis.
Egal wie, die Bilder müssen in einer vertretbaren Zeit fertig werden. Rationelles Arbeiten ist angesagt.
2014-01-23_RiesenslalomArber
Das hat den Vorteil, dass die Ordner immer chronologisch sortiert angezeigt werden. Ich fotografiere grundsätzlich in der Einstellung RAW + JPG. Die JPGs können direkt im Ordner angezeigt werden und dienen so als gute Orientierungshilfe.
Bei dieser Art der von Bildern fotografiere ich immer mit der Serienbildfunktion. Das hat mehrere Gründe. Schnell ist ein Bild mal verwackelt, mal sind die Füße abgeschnitten, der Autofokus hat Unsinn gemacht oder man erwischt den falschen Augenblick. Macht man mehrere Bilder, dann ist die Wahrscheinlichkeit für ein gutes Bild einfach höher.
Im RAW-Konverter geht es zunächst einmal darum, Ausschuss auszusortieren. Ich schau mir also das erste Bild und stelle mir folgende Fragen:
Für die Beurteilung der Schärfe verwende ich oft die 1:1-Ansicht.
Manchmal ist es nützlich, alle Seitenleisten zu verstecken um den gesamten Bildschirm zu nutzen. RAW Therapee hat auch eine nützliche Vollbildfunktion.
Weiter geht es zum nächsten Bild.
Wenn ich durch bin, dann wird der Papierkorb geleert und ich springe wieder zum ersten Bild.
Ich achte auf den Gesichtsausdruck, auf den optimalen Moment usw. und suche mir das beste Bild aus. Alle anderen werden wieder zum Löschen markiert und zum Schluss wird in einem Rutsch gelöscht.
Nun sind nur noch die Bilder übrig, die wirklich konvertiert werden sollen. Die nächsten Schritte dürfen jetzt etwas zeitaufwändiger sein.
Zuerst kümmere ich mich um den Weißabgleich.
Meine Kamera habe ich bei dieser Art von Fotos immer auf automatischen Weißabgleich eingestellt. In vielen Fälle liefert das schon einmal einen guten Anhaltspunkt. Gefällt mir das Ergebnis der Automatik nicht, dann mache ich einen manuellen Weißabgleich.
Ich suche mit im Bild eine sogenannte unbunte Fläche dafür aus. Das kann eine weiße Fläche sein, grau geht aber auch.
RAW Therapee biete noch einige weiter Möglichkeiten des Weißabgleichs an.
Ich bin immer noch beim ersten Bild!
Ab ISO 400 schalte ich in RAW Therapee die Rauschminderung ein.
Ich suche mir einen dunklen Bereich im Bild und schalte auf 1:1-Ansicht.
In den meisten Fällen ist der erste Regler “Luminanz” am wirkungsvollsten.
Ich blättere von Bild zu Bild und füge die Einstellungen ein. Wenn notwendig, dann nehme ich ein paar Anpassungen vor und kopieren die neuen Einstellungen wieder in die Zwischenablage.
Wichtig ist, dass das Übertagen der Einstellungen vor der Festlegung des Beschnittes erfolgt, da sonst auch diese Einstellungen kopiert werden. Das ist nur selten sinnvoll.
Zunächst kümmere ich mich um den richtigen Bildausschnitt. RAW Therapee ermöglicht die Einblendung von Hilfslinen.
Ich benutze fast immer die Hilfslinien nach der Drittelregel. Ich versuche den Ausschnitt so zu legen, dass wichtige Bildelemente in der Nähe der Schnittpunkten liegen.
Bewege ich den Regler “Belichtungskorrektur” kann ich damit gut beurteilen, ob rechts und links Tonwerte abgeschnitten werden und das gegebenenfalls korrigieren.
Ich benutze immer zu Anfang die Automatik, um erst mal einen Ausgangspunkt für die Belichtung zu haben.
Sehr nützlich ist auch die Funktion zum Anzeigen zu heller Bereiche.
Ich korrigiere die Belichtung mit Hilfe dieser Funktion so, dass bildwichtige Bereiche nicht überbelichtet sind.
In den meisten Fällen ist die Bearbeitung des Bildes jetzt schon abgeschlossen und es kann in die Warteschlange für die Stapelverarbeitung eingereiht werden.
Abhilfe schafft hier die Funktion “Lichter wiederherstellen”.
Mittels der Regler “Schwellwert” und “Stärke” kann der Effekt sehr fein geregelt werden. Hier heißt es ausprobieren.
Mit der Fein-Rotation kann das Bild digital gerade gerückt werden.
Direkt darunter befinden sich die Regler für die Perspektive. Damit können “stürzende Linien” korrigiert werden. Das ist bei Veranstaltungsfotos nur selten nötig, aber manchman doch nützlich. Beispielsweise, wenn der Inhalt der Beamer-Projektion nicht verzerrt dargestellt werden soll.
Beim Ändern von Einstellungen haben wir bisher im Vorschaubild immer gleich die Auswirkung gesehen. Scheinbar hat RAW Therapee die Einstellung gleich auf das Bild angewendet. Das ist aber falsch. Es wurde immer nur die Vorschau aktualisiert. Die Vorschau ist wesentlich kleiner. Deswegen ist zu keinen merklichen Verzögerungen gekommen. Alle Bearbeitungsschritte wurden in einer Textdatei gespeichert.
Diese kann auch mal im Editor betrachtet werden.
Mit dem Start der Stapelverarbeitung werden die Arbeitsschritte, die in der Textdatei gespeichert sind, auf das vollständige Bild angewendet. Wichtig zu wissen ist, dass die eigentliche RAW-Datei dabei nicht verändert wird. Man spricht hier auch von der nichtdestruktiven Bildverarbeitung.
Die fertigen Bilder lege ich als JPG-Dateien in einem Unterordner des Projektordners ab. Die Einstellungen sind hier zu finden:
Die Stapelverarbeitung dauert eine gewisse Zeit. Hier zahlt sich ein Prozessor mit mehreren Cores aus. RAW Therapee verteilt diese rechenintensive Aufgabe sehr gut auf alle zur Verfügung stehenden Kerne.
So, damit ist die Verarbeitung der Bilder abgeschlossen. Die Verarbeitung der RAW-Daten mit RAW Therapee kostet eine gewisse Zeit. Das Programm gestattet es aber, die Verarbeitung stark zu rationalisieren. Je nach dem, wie individuell die Bilder bearbeitet werden sollen, kann man mehr oder weniger Arbeit hinein stecken.
Wenn die Parameter wirklich für jedes Bild 100% gleich sein sollen, dann gibt es noch eine wesentlich effektivere Möglichkeit der Verarbeitung. Doch dazu ein andern Mal mehr.
Auswahl aus vielen Bildern
Erst einmal geht es in der Regel um sehr viele Bilder. Ich habe bei solchen Aufnahmen eigentlich immer die Serienbildfunktion aktiviert. Von jeder Situation mache ich dann immer 3 bis 4 Bilder und schaue zu Hause, welches der Bilder am besten geworden ist. Der Grund dafür ist einfach. Fotografiert man mehrere Menschen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass beim Auslösen einer gerade die Augen geschlossen hat. Bei Sprotaufnahmen genau den richtigen Augenblick zu erwischen ist auch sehr schwierig. Deswegen ist es eine gute Idee, viele Bilder zu machen und dann die besten auszuwählen.Die Auswahl aus vielen Bilder ist eine wichtige Besonderheit.
Dokumentarisch
Die Bilder haben oft mehr einen dokumentarischen als einen hohen künstlerischen Anspruch. Es geht vor allem darum, dass das Bild technisch in Ordnung ist und der Bildaufbau einigermaßen stimmt. Besondere Bearbeitungstechniken für Farben oder gar Retusche ist normalerweise nicht nötig. Auch muss man nicht unbedingt aus jeder Fläche noch die letzte Zeichnung heraus holen. Die Hauptperson muss vernünftig dargestellt werden, das reicht.Lichtsituation
Für alle Bilder ist die Beleuchtungssituation sicher nicht gleicht, aber für viele. Die Lichtfarbe, also die Farbtemperatur, ist bei vielen Bildern hintereinander fast identisch. Auch der Kontrast ist bei vielen Bildern sehr ähnlich. Hier kann man rationell arbeiten und die Einstellungen bei anderen Bildern übernehmen.Es ist auch grundsätzlich besser, wenn man hier nicht allzuviel experimentiert. Oft werden die Bilder einer Veranstaltung in Serie nacheinander betrachtet. Unterschiede in der Farbabstimmung fallen da besonders stark auf
Zuschneiden
Bilder auf Veranstaltung müssen meist unter Zeitdruck angefertigt werden. Bei Sportveranstaltungen ist das wegen der schnellen Bewegungen besonders extrem. Zeit für eine aufwändige Bildkomposition bleibt da nicht. Oft muss man nach dem Motto “draufhalten und abdrücken” fotografieren. Im RAW-Konverter ist dann meist ein aufwändiger Beschnitt notwendig.Zeitdruck
Vielleicht hat man am Sonntag bei eine Sportveranstaltung des Vereins Bilder gemacht. Spätesten am Montag sollte dann der Zeitungsartikel oder der Beitrag für den Internetauftritt fertig sein, natürlich mit den Bildern.Wenn man auf einer Geburtstagsfeier fotografiert hat, dann will die Verwandtschaft auch nicht ewig auf die Fotos warten. Oft wird da auch mit Smartphones fotografiert. Damit kann man Fotos fast sofort auf Facebook und Co posten. Das der Mensch mit der teuren “Profikamera” dann so ewig braucht, um die Bilder den Verwandten präsentieren zu können, stößt oft auf wenig Verständnis.
Egal wie, die Bilder müssen in einer vertretbaren Zeit fertig werden. Rationelles Arbeiten ist angesagt.
Schritt 1, Vorbreitung
Zuerst kopiere ich die RAW-Dateien in einen Ordner. Den Ordner benenne ich z. B. so:2014-01-23_RiesenslalomArber
Das hat den Vorteil, dass die Ordner immer chronologisch sortiert angezeigt werden. Ich fotografiere grundsätzlich in der Einstellung RAW + JPG. Die JPGs können direkt im Ordner angezeigt werden und dienen so als gute Orientierungshilfe.
Schritt 2, Aussortieren
So, jetzt kann RAW Therapee gestartet werden. Ich öffne gleich den Editor.Bei dieser Art der von Bildern fotografiere ich immer mit der Serienbildfunktion. Das hat mehrere Gründe. Schnell ist ein Bild mal verwackelt, mal sind die Füße abgeschnitten, der Autofokus hat Unsinn gemacht oder man erwischt den falschen Augenblick. Macht man mehrere Bilder, dann ist die Wahrscheinlichkeit für ein gutes Bild einfach höher.
Im RAW-Konverter geht es zunächst einmal darum, Ausschuss auszusortieren. Ich schau mir also das erste Bild und stelle mir folgende Fragen:
- Ist das Motiv überhaupt lohnenswert?
- Ist der Bildausschnitt brauchbar?
- Sind die wichtige Bildteile scharf abgebildet?
Für die Beurteilung der Schärfe verwende ich oft die 1:1-Ansicht.
Manchmal ist es nützlich, alle Seitenleisten zu verstecken um den gesamten Bildschirm zu nutzen. RAW Therapee hat auch eine nützliche Vollbildfunktion.
Weiter geht es zum nächsten Bild.
Wenn ich durch bin, dann wird der Papierkorb geleert und ich springe wieder zum ersten Bild.
Schritt 3, Auswahl der Bilder aus der Serie
Habe ich nach dem ersten Schritt von einem Motiv noch mehrere Bilder übrig, dann vergleiche ich diese genauer.Ich achte auf den Gesichtsausdruck, auf den optimalen Moment usw. und suche mir das beste Bild aus. Alle anderen werden wieder zum Löschen markiert und zum Schluss wird in einem Rutsch gelöscht.
Nun sind nur noch die Bilder übrig, die wirklich konvertiert werden sollen. Die nächsten Schritte dürfen jetzt etwas zeitaufwändiger sein.
Schritt 4. Weißabgleich
Jetzt befasse ich mich intensiver mit den einzelnen Bildern. Ich bleibe zunächst beim ersten Bild.Zuerst kümmere ich mich um den Weißabgleich.
Meine Kamera habe ich bei dieser Art von Fotos immer auf automatischen Weißabgleich eingestellt. In vielen Fälle liefert das schon einmal einen guten Anhaltspunkt. Gefällt mir das Ergebnis der Automatik nicht, dann mache ich einen manuellen Weißabgleich.
Ich suche mit im Bild eine sogenannte unbunte Fläche dafür aus. Das kann eine weiße Fläche sein, grau geht aber auch.
RAW Therapee biete noch einige weiter Möglichkeiten des Weißabgleichs an.
Ich bin immer noch beim ersten Bild!
Schritt 5. Rauschen
Um das Rauschen brauche ich mich nur dann zu kümmern, wenn ich mit einem höheren ISO-Wert fotografiert habe. Das versuche ich nach Möglichkeit zu vermeiden. RAW Therapee verfügt zwar über leistungsfähige Funktionen zu Rauschminderung, deren Anwendung bedeuten aber immer ein Verlust an Schärfe und Detailtreue. In der Regel benutze ich ISO 200, so dass keine Rauschminderung erforderlich ist.Ab ISO 400 schalte ich in RAW Therapee die Rauschminderung ein.
Ich suche mir einen dunklen Bereich im Bild und schalte auf 1:1-Ansicht.
In den meisten Fällen ist der erste Regler “Luminanz” am wirkungsvollsten.
Schritt 6. Einstellungen per Zwischenablage auf ähnliche Bilder übertragen
So, jetzt geht es Schlag auf Schlag. RAW Therapee verfügt über eine sehr clevere Funktion, mit der alle Einstellungen in die Zwischenablage kopiert und auf andere Bilder übertragen werden können.Ich blättere von Bild zu Bild und füge die Einstellungen ein. Wenn notwendig, dann nehme ich ein paar Anpassungen vor und kopieren die neuen Einstellungen wieder in die Zwischenablage.
Wichtig ist, dass das Übertagen der Einstellungen vor der Festlegung des Beschnittes erfolgt, da sonst auch diese Einstellungen kopiert werden. Das ist nur selten sinnvoll.
Schritt 7. Ausschnitte festlegen
Nun gehe ich wieder zurück zum ersten Bild. Jetzt führe ich an jeden Bild einzeln die 7 bis 9 durch. Wenn ich mit einem Bild fertig bin, dann lege ich es für die Stapelverarbeitung bereit.Zunächst kümmere ich mich um den richtigen Bildausschnitt. RAW Therapee ermöglicht die Einblendung von Hilfslinen.
Ich benutze fast immer die Hilfslinien nach der Drittelregel. Ich versuche den Ausschnitt so zu legen, dass wichtige Bildelemente in der Nähe der Schnittpunkten liegen.
Schritt 8. Belichtung und Kontrast
Der nächste Schritt ist die Einstellung der richtigen Belichtung. Dazu blende ich das Histogramm ein.Bewege ich den Regler “Belichtungskorrektur” kann ich damit gut beurteilen, ob rechts und links Tonwerte abgeschnitten werden und das gegebenenfalls korrigieren.
Ich benutze immer zu Anfang die Automatik, um erst mal einen Ausgangspunkt für die Belichtung zu haben.
Sehr nützlich ist auch die Funktion zum Anzeigen zu heller Bereiche.
Ich korrigiere die Belichtung mit Hilfe dieser Funktion so, dass bildwichtige Bereiche nicht überbelichtet sind.
In den meisten Fällen ist die Bearbeitung des Bildes jetzt schon abgeschlossen und es kann in die Warteschlange für die Stapelverarbeitung eingereiht werden.
Schritt 9. Spezialaufgaben
Manchmal sind die Bilder aber noch nicht optimal und sie müssen einer “Spezialbehandlung” unterzogen werden.Schritt 9.1 Lichter wiederherstellen
Bei Fotos mit einer Präsentation mit einem Beamer hat man folgendes Problem: Die Belichtung kann da so eingestellt werden, dass der Vortragende und das Publikum gut zu erkennen sind. Dann ist aber das vom Beamer projizierte Bild meist stark überbelichtet und kaum noch zu erkennen.Abhilfe schafft hier die Funktion “Lichter wiederherstellen”.
Mittels der Regler “Schwellwert” und “Stärke” kann der Effekt sehr fein geregelt werden. Hier heißt es ausprobieren.
Schritt 9.2 Perspektivische Entzerrung, Drehung
Oft muss es beim Fotografieren sehr schnell gehen. Die Zeit um die Kamera genau horizontal auszurichten fehlt da manchmal. Das ist kein Problem. Mit RAW Therapee kann das im Nachhinein gemacht werden.Mit der Fein-Rotation kann das Bild digital gerade gerückt werden.
Direkt darunter befinden sich die Regler für die Perspektive. Damit können “stürzende Linien” korrigiert werden. Das ist bei Veranstaltungsfotos nur selten nötig, aber manchman doch nützlich. Beispielsweise, wenn der Inhalt der Beamer-Projektion nicht verzerrt dargestellt werden soll.
Schritt 10 Stapelentwicklung starten
Erst einmal ein paar Worte dazu, was eigentlich mit “Stapelentwicklung” gemeint ist.Beim Ändern von Einstellungen haben wir bisher im Vorschaubild immer gleich die Auswirkung gesehen. Scheinbar hat RAW Therapee die Einstellung gleich auf das Bild angewendet. Das ist aber falsch. Es wurde immer nur die Vorschau aktualisiert. Die Vorschau ist wesentlich kleiner. Deswegen ist zu keinen merklichen Verzögerungen gekommen. Alle Bearbeitungsschritte wurden in einer Textdatei gespeichert.
Diese kann auch mal im Editor betrachtet werden.
Mit dem Start der Stapelverarbeitung werden die Arbeitsschritte, die in der Textdatei gespeichert sind, auf das vollständige Bild angewendet. Wichtig zu wissen ist, dass die eigentliche RAW-Datei dabei nicht verändert wird. Man spricht hier auch von der nichtdestruktiven Bildverarbeitung.
Die fertigen Bilder lege ich als JPG-Dateien in einem Unterordner des Projektordners ab. Die Einstellungen sind hier zu finden:
Die Stapelverarbeitung dauert eine gewisse Zeit. Hier zahlt sich ein Prozessor mit mehreren Cores aus. RAW Therapee verteilt diese rechenintensive Aufgabe sehr gut auf alle zur Verfügung stehenden Kerne.
Schritt 11 Kontrolle der Ergebnisse
Zum Schluss kontrolliere ich nochmal alle Fotos. Ich benutze dafür den Viewer Ristretto [https://launchpad.net/ubuntu/+source/ristretto]. Den habe ich als Standardviewer für Bilder installiert.So, damit ist die Verarbeitung der Bilder abgeschlossen. Die Verarbeitung der RAW-Daten mit RAW Therapee kostet eine gewisse Zeit. Das Programm gestattet es aber, die Verarbeitung stark zu rationalisieren. Je nach dem, wie individuell die Bilder bearbeitet werden sollen, kann man mehr oder weniger Arbeit hinein stecken.
Wenn die Parameter wirklich für jedes Bild 100% gleich sein sollen, dann gibt es noch eine wesentlich effektivere Möglichkeit der Verarbeitung. Doch dazu ein andern Mal mehr.
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Freitag, 30. Mai 2014
Tutorial RAW Therapee, Einleitung
Wenn es um das Entwickeln von RAW-Dateien geht, dann ist meist von Adobe Lightroom die Rede. Das ist zweifellos eine sehr leistungsfähige Software und für die meisten Profis die erste Wahl. Trotzdem setze ich sie nicht ein. Es gibt zwei Gründe für mich, die dagegen sprechen.
Zuerst hatte ich den RAW-Konverter genutzt, der mit der NX10 mitgeliefert wurde. Es handelte sich damals um eine abgespeckte Version von Silkypix. Mit den aktuellen Systemkameras von Samsung wird übrigens jetzt Adobe Lightroom mitgeliefert.
Mit dem Umstieg auf meinem neuen Linux-Laptop wechselte ich auch vom Samsung RAW-Konverter zu RAW Therapee 64 Bit. Das ist nicht die einzige Software, die für diesen Zweck unter Linux zur Verfügung steht. Bei der Suche nach RAW werden im Software-Center von Ubuntu noch die folgenden Programme angezeigt:
Mit Sicherheit lassen sich noch viele andere Programme für diesen Zweck finden. RAW Therapee gehört aber zu den leistungsfähigsten unter den freien RAW-Konvertern.
Die Kehrseite der vielen Funktionen ist aber, dass es dem Einsteiger schwer fällt, auf Anhieb den Sinn jeder einzelnen Funktion zu verstehen.
Im Netz gibt es ein paar deutschsprahige Quellen zu RAW Therapee. Da ist als erste Anlaufstelle das Handbuch, welches bei Google Docs zur Verfügung gestellt wird.
Interessant ist auch dieses Tutorial:
http://www.digitalphoto.de/tutorials/rawtherapee-raw-bilder-unkompliziert-entwickeln
Beiden Quellen ist aber gemeinsam, dass die die einzelnen Funktionen von RAW Therapee erklären, aber nicht den Arbeitsablauf für die Entwicklung bestimmter Arten von Bildern. Ich werde versuchen, diese Lücke mit einer kleinen Artikelreihe zu schließen.
- Ich bin Fotoamateur. Das heißt verdiene mein Geld nicht mit dem Fotografieren. Deswegen suche ich nach einer preiswerten Lösung. Adobe Lightroom ist mit ca. 130€ schließlich nicht ganz billig. Auch spielt es für mich nicht die entscheidenende Rolle, wenn meine Software das eine oder andere Feature vermissen lässt oder in der Bedienung vielleicht nicht ganz so optimal ist.
- Adobe Lightroom ist nur für die Plattformen Windows und Mac verfügbar, jedoch nicht für Linux. Ich benutze auf meinem privaten Computer das freie Betriebssystem. Damit scheidet Lightroom eigentlich fast schon aus. Natürlich hätte ich versuchen können, es per Wine oder gar in einer virtuellen Maschine laufen zu lassen. Die RAW-Entwicklung ist aber eine rechenintensive Sache. Emulationen und virtuelle Maschinen kosten aber immer Rechenpower.
Zuerst hatte ich den RAW-Konverter genutzt, der mit der NX10 mitgeliefert wurde. Es handelte sich damals um eine abgespeckte Version von Silkypix. Mit den aktuellen Systemkameras von Samsung wird übrigens jetzt Adobe Lightroom mitgeliefert.
Mit dem Umstieg auf meinem neuen Linux-Laptop wechselte ich auch vom Samsung RAW-Konverter zu RAW Therapee 64 Bit. Das ist nicht die einzige Software, die für diesen Zweck unter Linux zur Verfügung steht. Bei der Suche nach RAW werden im Software-Center von Ubuntu noch die folgenden Programme angezeigt:
Mit Sicherheit lassen sich noch viele andere Programme für diesen Zweck finden. RAW Therapee gehört aber zu den leistungsfähigsten unter den freien RAW-Konvertern.
Die Kehrseite der vielen Funktionen ist aber, dass es dem Einsteiger schwer fällt, auf Anhieb den Sinn jeder einzelnen Funktion zu verstehen.
Im Netz gibt es ein paar deutschsprahige Quellen zu RAW Therapee. Da ist als erste Anlaufstelle das Handbuch, welches bei Google Docs zur Verfügung gestellt wird.
Interessant ist auch dieses Tutorial:
http://www.digitalphoto.de/tutorials/rawtherapee-raw-bilder-unkompliziert-entwickeln
Beiden Quellen ist aber gemeinsam, dass die die einzelnen Funktionen von RAW Therapee erklären, aber nicht den Arbeitsablauf für die Entwicklung bestimmter Arten von Bildern. Ich werde versuchen, diese Lücke mit einer kleinen Artikelreihe zu schließen.
Mehr Infos
Donnerstag, 3. April 2014
Umstieg auf RAW Therapee
So schnell geht es manchmal. Seit längerem überlege ich mir, auf einem etwas leistungsfähigeren RAW-Konverter umzusteigen. Ich hatte vor längerer Zeit schon einmal mit RAW-Therapee experimentiert. Damals fand ich diese Software zu überladen mit Funktionen.
So langsam stieß ich aber immer öfter an die Grenzen des Samsung RAW-Konverters. Der Umstieg auf neue Software war also nur noch eine Frage der Zeit.
Die Entscheidung über den Zeitpunkt des Umstiegs wurde mir jetzt abgenommen. Mein alter Computer gab den Geist auf. Ein nicht zu behebendes Problem mit dem Grafikchip. Der Rechner war sowieso schon in die Jahre gekommen, so dass ein neuer Laptop her musst.
Mein bisheriger Computer lieft mit Windows 7 und ich war eigentlich recht zufrieden damit. Es war die 32-Bit-Variante von Windows installiert, da der Computer sowieso nur mit maximal 4 Gigabyte RAM bestückt werden konnte. Besonders bei der Arbeit mit Luminance HDR stieß ich immer mal wieder an die Speichergrenze. Der neue Computer musste also ein 64-Bit-System sein.
Windows 8 64 Bit schied für mich aus. Eine Handy-Oberfläche auf einem Laptop ist eine einzige Usability-Katastrophe. Das "veraltete" Windows 7 wollte ich auch nicht einsetzen. Ich benutze meine Technik immer relativ lange. Ich wollte vermeiden, dass irgendwann Microsoft keine Updates mehr liefert, so wie es gerade bei Windows XP geschehen ist. Auch ist Windows wegen der großen Verbreitung ein beliebtes Angriffsziel für Kriminelle und ohne tägliche Updates der Sicherheitssoftware nicht sicher zu betreiben.
Was bleibt da als Alternative? Linux!
Ich habe mir einen Laptop gekauft und darauf Ubuntu installiert. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten wegen des Grafikkartentreibers läuft es jetzt seit einigen Wochen sehr stabil. Die Oberfläche ist einfach zu bedienen und sieht nebenbei auch richtig chic aus. Firefox, Thunderbird und OpenOffice hatte ich auch schon auf meinem alten Windows-Laptop benutzt, so das die Umstellung gar nicht so schwer fiel.
Die Frage war nun, wie entwickle ich nun meine Bilder. Den RAW-Converter von Samsung gibt es nur für Windows und für MacOS X. Mein erster Gedanke war, den RAW-Converter mittels WINE zum Laufen zu bringen. Mit WINE kann man Windows-Programme unter Linux ausführen.
Jede Emulation kostet aber immer Rechenpower. Gerade ein RAW-Converter ist sehr rechenintensiv. Ob das Ganze so ohne weiteres funktioniert war mit auch nicht klar. Zu großen Experimenten hatte ich gerade beim RAW-Converter keine Lust. Das Ding soll einfach laufen. Deswegen schaute ich nach einer Alternative und erinnerte mich an RAW-Therapee.
Meine ersten Versuche mit RAW-Therapee sind schon etwas länger her. Damals kam ich mit der Benutzerführung nicht so gut zurecht. Inzwischen gibt es aber neuere verbesserte Versionen und auch mein Hintergrundwissen über die Verarbeitung von RAW-Dateien hat sich auch vergrößert.
Die Bearbeitungsfunktionen sind jetzt in verschiedene Register auf der rechten Seite gegliedert. Jedes Register ist mit vielen Funktionen vollgepackt. Beim näheren Hinsehen ist die Gliederung aber relativ logisch. Mit etwas Übung findet man sehr schnell die gewünschte Funktion.
Eine Sache ist sehr gut gelöst. Es gibt eine Reihe vordefinierter Bearbeitungsprofile. Diese kann man mit wenigen Klicks einlesen und sie sind eine gute Basis für die eigene Bearbeitung. Es ist auch sehr einfach, selber eine Einstellungen als Bearbeitungsprofil abzulegen.
Oft ist es ja so, dass man mehrere gleichartige Bilder hintereinander zu bearbeiten hat.Wenn man auf einer Sportveranstaltung fotografiert hat, dann ist es sinnvoll, für jedes Bild die gleichen Einstellungen für Farbtemperatur, Sättigung usw. zu verwenden. Es ist sehr einfach, die Einstellunger per Zwischenablage von einem Bild zum anderen zu kopieren. Bildausschnitt und eventuell Perspektivkorrektur und Drehung müssen dann natürlich noch einzeln für jedes Bild eingestellt werden.
Schön ist die Stapelverarbeitung. Ich habe sie so eingestellt, dass sie automatisch im Hintergrund startet. Dank des 4-Kern-Prozessors verzögert sich die Arbeit im Vordergrund kaum und die endgültigen Bilder werden quasi nebenbei erzeugt.
Ich bin immer noch dabei, meinen optimalen Workflow mit RAW-Therapee zu finden. Bei der Bearbeitung bin ich noch nicht so schnell wie mit dem alten RAW-Converter von Samsung. Ich bin aber optimistisch. Zu gegebener Zeit werde ich hier mal darüber genauer berichten.
So langsam stieß ich aber immer öfter an die Grenzen des Samsung RAW-Konverters. Der Umstieg auf neue Software war also nur noch eine Frage der Zeit.
Die Entscheidung über den Zeitpunkt des Umstiegs wurde mir jetzt abgenommen. Mein alter Computer gab den Geist auf. Ein nicht zu behebendes Problem mit dem Grafikchip. Der Rechner war sowieso schon in die Jahre gekommen, so dass ein neuer Laptop her musst.
Mein bisheriger Computer lieft mit Windows 7 und ich war eigentlich recht zufrieden damit. Es war die 32-Bit-Variante von Windows installiert, da der Computer sowieso nur mit maximal 4 Gigabyte RAM bestückt werden konnte. Besonders bei der Arbeit mit Luminance HDR stieß ich immer mal wieder an die Speichergrenze. Der neue Computer musste also ein 64-Bit-System sein.
Windows 8 64 Bit schied für mich aus. Eine Handy-Oberfläche auf einem Laptop ist eine einzige Usability-Katastrophe. Das "veraltete" Windows 7 wollte ich auch nicht einsetzen. Ich benutze meine Technik immer relativ lange. Ich wollte vermeiden, dass irgendwann Microsoft keine Updates mehr liefert, so wie es gerade bei Windows XP geschehen ist. Auch ist Windows wegen der großen Verbreitung ein beliebtes Angriffsziel für Kriminelle und ohne tägliche Updates der Sicherheitssoftware nicht sicher zu betreiben.
| Quelle |
Ich habe mir einen Laptop gekauft und darauf Ubuntu installiert. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten wegen des Grafikkartentreibers läuft es jetzt seit einigen Wochen sehr stabil. Die Oberfläche ist einfach zu bedienen und sieht nebenbei auch richtig chic aus. Firefox, Thunderbird und OpenOffice hatte ich auch schon auf meinem alten Windows-Laptop benutzt, so das die Umstellung gar nicht so schwer fiel.
Die Frage war nun, wie entwickle ich nun meine Bilder. Den RAW-Converter von Samsung gibt es nur für Windows und für MacOS X. Mein erster Gedanke war, den RAW-Converter mittels WINE zum Laufen zu bringen. Mit WINE kann man Windows-Programme unter Linux ausführen.
Jede Emulation kostet aber immer Rechenpower. Gerade ein RAW-Converter ist sehr rechenintensiv. Ob das Ganze so ohne weiteres funktioniert war mit auch nicht klar. Zu großen Experimenten hatte ich gerade beim RAW-Converter keine Lust. Das Ding soll einfach laufen. Deswegen schaute ich nach einer Alternative und erinnerte mich an RAW-Therapee.
Meine ersten Versuche mit RAW-Therapee sind schon etwas länger her. Damals kam ich mit der Benutzerführung nicht so gut zurecht. Inzwischen gibt es aber neuere verbesserte Versionen und auch mein Hintergrundwissen über die Verarbeitung von RAW-Dateien hat sich auch vergrößert.
Die Bearbeitungsfunktionen sind jetzt in verschiedene Register auf der rechten Seite gegliedert. Jedes Register ist mit vielen Funktionen vollgepackt. Beim näheren Hinsehen ist die Gliederung aber relativ logisch. Mit etwas Übung findet man sehr schnell die gewünschte Funktion.
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| Die Oberfläche von RAW Therapee |
Eine Sache ist sehr gut gelöst. Es gibt eine Reihe vordefinierter Bearbeitungsprofile. Diese kann man mit wenigen Klicks einlesen und sie sind eine gute Basis für die eigene Bearbeitung. Es ist auch sehr einfach, selber eine Einstellungen als Bearbeitungsprofil abzulegen.
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| Bearbeitungsprofile bei RAW Therapee |
Oft ist es ja so, dass man mehrere gleichartige Bilder hintereinander zu bearbeiten hat.Wenn man auf einer Sportveranstaltung fotografiert hat, dann ist es sinnvoll, für jedes Bild die gleichen Einstellungen für Farbtemperatur, Sättigung usw. zu verwenden. Es ist sehr einfach, die Einstellunger per Zwischenablage von einem Bild zum anderen zu kopieren. Bildausschnitt und eventuell Perspektivkorrektur und Drehung müssen dann natürlich noch einzeln für jedes Bild eingestellt werden.
Schön ist die Stapelverarbeitung. Ich habe sie so eingestellt, dass sie automatisch im Hintergrund startet. Dank des 4-Kern-Prozessors verzögert sich die Arbeit im Vordergrund kaum und die endgültigen Bilder werden quasi nebenbei erzeugt.
Ich bin immer noch dabei, meinen optimalen Workflow mit RAW-Therapee zu finden. Bei der Bearbeitung bin ich noch nicht so schnell wie mit dem alten RAW-Converter von Samsung. Ich bin aber optimistisch. Zu gegebener Zeit werde ich hier mal darüber genauer berichten.
Montag, 24. März 2014
Weißabgleich
Der Mensch sieht mit den Augen. Das ist doch klar, oder?
Naja, ganz so ist es nicht. Wenn das so wäre, dann würde alles was wir sehen auf dem Kopf stehen. Das ist aber nicht der Fall. Unser Gehirn dreht es wieder richtig herum.
Das, was wir als Bild wahrnehmen ist massiv von unserem Gehirn "nachbearbeitet". Dabei spielen Erfahrungen eine große Rolle.
Ein anderes Beispiel. Ein Blatt Papier ist weiß. Wenn wir im Sonnenlicht das Papier anschauen, dann reflektiert es genau die Teile des Lichtspektrums, deren Mischung wir als Weiß wahrnehmen.
Was passiert aber, wenn wir das Blatt mit ins Haus nehmen und es uns bei Glühlampenlicht anschauen? Das Glühlampenlicht ist anders zusammengesetzt als das Sonnenlicht. Ihm fehlt besonders der Blauanteil. Das Licht ist gelblich. Das Papier sieht jetzt eigentlich auch gelblich aus. Hier greift unser Gehirn ein und korrigiert das Gesehene aus seiner Erfahrung heraus. Das Blatt Papier empfinden wir deswegen auch im Glühlampenlicht als weiß.
Wie ist das aber mit dem Sensor in unserer Kamera? Der nimmt die Farben so auf, wie sie wirklich sind. Das Papier würde im Glühlampenlicht wirklich gelb aussehen.
![]() |
| weißes Papier bei Sonnenlicht |
![]() |
| weißes Papier bei Glühlampenlicht |
Das widerspricht aber unserer Seherfahrung. Deswegen muss die Farbe des Fotos korrigiert werden. Das geschieht durch den Weißabgleich.
Bevor ich weiter auf den Weißabgleich eingehe muss ich noch einen Begriff klären, die Farbtemperatur.
Das ist eigentlich ganz einfach. Wenn ein Körper erwärmt wird, dann fängt er irgendwann an zu leuchten. Zunächst leuchtet er in rot, so wie wir es zum Beispiel von der Holzkohle beim Grillen kennen. Die Wendel einer Glühlampe strahlt ein gelbliches Licht aus. Das Licht einer Halogenlampe ist schon fast weiß. Sonnenlicht empfinden wir als weiß, zumindest tagsüber. Astronomiebegeisterte wissen, dass es sehr heiße Sterne gibt, die ein bläuliches Licht aussenden.
Die Lichtfarbe ist also von der Temperatur des strahlenden Körpers abhängig. Wenn ein Körper eine Temperatur von ca. 5500K hat, dann sendet er ein Licht aus, das wir als weiß empfinden.
Wenn ein Blatt Papier einmal mit Licht einer Farbtemperatur von 3000K und einmal mit Licht mit einer Farbtemperatur von 5500K beleuchtet wird, dann muss die Kamera ihre Einstellung anpassen. Sonst sieht das Papier nicht weiß sondern gelblich aus. Diese Einstellungen nennt man Weißabgleich.
Den Weißabgleich kann die Kamera automatisch durchführen, die Farbtemperatur kann manuell eingestellt werden oder man kann einen manuellen Weißabgleich durchführen. Auf den manuellen Weißabgleich werde ich in einem anderen Artikel näher eingehen. Wenn man im RAW-Format fotografiert, dann kann der Weißabgleich auch im Nachhinein am Computer durchgeführt werden, was ein großer Vorteil dieser Arbeitsweise ist.
Kurz gesagt ist der Weißabgleich die Kalibrierung der Daten, die vom Sensor geliefert werden. Es wird festgelegt, was weiß ist. Das kann automatisch oder manuell geschehen.
Auch in der der analogen Fotografie gibt es das gleiche Problem. Nur ist es da nicht so komfortabel wie in der digitalen Fotografie zu lösen. Jeder Farbfilm ist für eine bestimmte Farbtemperatur ausgelegt. Für Glühlampenlicht und für Sonnenlicht müssen verschiedene Filme verwendet werden. In gewissen Grenzen kann hier auch mit Filtern gearbeitet werden, die die Farbtemperatur dem Film anpassen.
Kurz gesagt ist der Weißabgleich die Kalibrierung der Daten, die vom Sensor geliefert werden. Es wird festgelegt, was weiß ist. Das kann automatisch oder manuell geschehen.
Auch in der der analogen Fotografie gibt es das gleiche Problem. Nur ist es da nicht so komfortabel wie in der digitalen Fotografie zu lösen. Jeder Farbfilm ist für eine bestimmte Farbtemperatur ausgelegt. Für Glühlampenlicht und für Sonnenlicht müssen verschiedene Filme verwendet werden. In gewissen Grenzen kann hier auch mit Filtern gearbeitet werden, die die Farbtemperatur dem Film anpassen.
Sonntag, 26. Januar 2014
Mein "normaler" Workflow
In diesem Artikel beschreibe ich meinen Arbeitsablauf für "normale" Bilder mal etwas ausführlicher.
Das ist nur ein Beispiel und soll als Anregung dienen. Jeder Fotograf muss seinen eigenen Workflow finden.
Ich fotografiere fast ausschließlich mit der Serienbildfunktion der Kamera. Wenn ich dann beispielsweise auf einer Sportveranstaltung unterwegs war, dann komme ich durchaus manchmal mit mehreren Hundert Bildern auf der Karte wieder nach Hause. Um dann nicht ewig am Computer zu sitzen ist ein effektiver Arbeitsablauf notwendig.
Nachdem ich meine NX 10 per USB mit dem Computer verbunden habe, kopiere ich die Ordner von der Speicherkarte in den Ordner "Rohbilder" auf meinem Computer. Die Kamera habe ich so eingestellt, dass die Ordner auf der Speicherkarte nach dem Datum benannt werden. Das hilft ungemein bei der Suche. Die Ordner in "Rohbilder" archiviere ich regelmäßig auf eine separate Festplatte.
Dann lege ich in meinem Bilder-Ordner auf dem Computer einen Unterordner an, der beispielsweise so benannt ist: 2014-01-20_Blume
Dieses Datumsformat hat den Vorteil, die Ordner automatisch in der zeitlich richtigen Reihenfolge sortiert sind. Der sprechende Name am Ende hilft beim Suchen.
In diesen Ordner kopiere ich die RAW- und JPG-Dateien. Die JPG-Dateien dienen hier nur zu besseren Erinnerung an das Motiv.
Wenn ich dann noch mehrere Bilder eines Motiv übrig sind, schaue ich mir diese genauer an. In der Vergrößerung vergleiche ich die Bildschärfe und lösche die schlechteren Bilder.
Gleichzeitig drehe ich das Bild in die richtige Position und entzerre, wenn notwendig, stürzende Linien.
Ich versuche meist zu erreichen, dass auf der rechten Seite des Histograms keine Lücke vorhanden ist und dass in allen anderen Bereichen auch Werte vorhanden sind. Das Einstellen von Kontrast und Belichtung geht dabei Hand in Hand.
Ich gutes Hilfsmittel sind auch die Warnungen für Überbelichtung.
Ich schiebe den Regler für die Belichtung so weit, dass in den mir wichtigen Teilen des Bildes keine überbelichteten Bereiche mehr vorhanden sind.
Eventuell korrigiere ich die Farbtemperatur noch etwas nach.
Mit dem Werkzeug für Hautfarbe habe ich dagegen keine guten Erfahrungen gemacht. Die Ergebnisse des Weißabgleichs waren damit oft unbrauchbar.
Dann stelle ich die Farben ein. In der Liste "Farben" stehen einige Farbprofile zur Verfügung. Welche der Farbprofile verwendet werden hängt natürlich vom persönlichen Geschmack und dem jeweiligen Motiv ab. Ich benutze meist "Farbe 1" oder "Farbe 2" und passe dann noch etwas die Farbsättigung an.
Für Schwarzweißbilder benutze ich meist das Farbprofil "Schwarzweiß 2". Damit bin ich aber momentan noch nicht 100% zufrieden. Ich bin noch auf der Suche nach einer Software, die mir speziell für Schwarzweißfotos ein paar mehr Möglichkeiten bietet und trotzdem so wie der RAW-Konverter nicht destruktiv arbeitet.
Wenn unbedingt notwendig, dann dämpfe ich das Bildrauchen mit dem Rauschabschwächer etwas. Normalerweise versuche ich das zu umgehen in dem ich nur mit niedrigen ISO-Einstellungen fotografiere. In der Regel verwende ich ISO 200 und manchmal ISO 400. Höher gehe ich fast nie. Lieber nehme ich lange Belichtungszeiten und die Arbeit mit dem Stativ in Kauf.
Wenn ich mit dem Bearbeiten fertig bin und ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, dann markiere ich das Bild für die Stapelentwicklung mit [F8].
Die Stapelverarbeitung dauert dann eine Weile, kann aber unbeaufsichtigt laufen.
Ich lade alle meine Bilder in die Fotoverwaltung von Google+ hoch. Keine Angst, die Bilder stehen dann nicht sofort öffentlich für jedermann sichtbar im Internet. Die Rechte sind so eingeschränkt, dass nur ich zunächst die Bilder sehen kann. Das kann ich bei Bedarf ändern. Der große Vorteil ist aber, dass ich immer und überall Zugriff auf die Bilder habe.
Mit der Funktion "Mit Web synchronisieren" geschieht der Upload im Hintergrund und stört auch bei meiner relativ schwachen Internetverbindung nicht weiter.
Für Wordpress gibt es ein Plugin, mit dem Fotos aus Google+-Alben einfach eingebunden werden können. Ich benutze dafür Picasa and Google Plus Express.
Vielleicht fällt auf, dass ich nirgends Photoshop erwähnt habe. Der Grund ist ganz einfach. Ich benutze kein Photoshop. In ein paar Ausnahmefällen verwende ich GIMP zur Bildbearbeitung. In der Regel versuche ich das aber zu vermeiden.
Ich versuche, möglichst viele Entscheidungen für ein Bild schon bei der Aufnahme zu treffen und dabei möglichst sorgfältig zu sein. Für meine Zwecke reicht mir die dezente Nachbearbeitung im RAW-Konverter vollkommen aus. Mir ist klar, dass es Bereiche der Fotografie gibt, die ohne massive Nachbearbeitung der Bilder nicht auskommen. Man braucht nur mal eine Modezeitschrift aufzuschlagen... Das ist aber nicht der Bereich der Fotografie, mit dem ich mich beschäftigen möchte. Für mich steht die Arbeit mit dem Motiv, mit dem Licht und mit der Kamera im Vordergrund, nicht die am Computer.
Das ist nur ein Beispiel und soll als Anregung dienen. Jeder Fotograf muss seinen eigenen Workflow finden.
Ich fotografiere fast ausschließlich mit der Serienbildfunktion der Kamera. Wenn ich dann beispielsweise auf einer Sportveranstaltung unterwegs war, dann komme ich durchaus manchmal mit mehreren Hundert Bildern auf der Karte wieder nach Hause. Um dann nicht ewig am Computer zu sitzen ist ein effektiver Arbeitsablauf notwendig.
Dateien kopieren
Meine Kamera habe ich so eingestellt, dass sie Bilder im RAW-Format und zusätzlich im JPG-Format macht. Über die Vorteile des RAW-Formates habe ich schon einmal geschieben. Der Nachteil von RAW ist, dass die Vorschau am Computer diese nicht anzeigen kann. Die JPGs dienen mir ausschließlich als Vorschaufotos.Nachdem ich meine NX 10 per USB mit dem Computer verbunden habe, kopiere ich die Ordner von der Speicherkarte in den Ordner "Rohbilder" auf meinem Computer. Die Kamera habe ich so eingestellt, dass die Ordner auf der Speicherkarte nach dem Datum benannt werden. Das hilft ungemein bei der Suche. Die Ordner in "Rohbilder" archiviere ich regelmäßig auf eine separate Festplatte.
Dann lege ich in meinem Bilder-Ordner auf dem Computer einen Unterordner an, der beispielsweise so benannt ist: 2014-01-20_Blume
Dieses Datumsformat hat den Vorteil, die Ordner automatisch in der zeitlich richtigen Reihenfolge sortiert sind. Der sprechende Name am Ende hilft beim Suchen.
In diesen Ordner kopiere ich die RAW- und JPG-Dateien. Die JPG-Dateien dienen hier nur zu besseren Erinnerung an das Motiv.
Verarbeitung der RAW-Dateien
Dann starte ich den RAW-Konverter und lese den Ordner ein. Ich benutze dazu den von Samsung mitgelieferten. Ich hatte auch mal mit RAW Therapee experimentiert. Von den Möglichkeiten ist diese Software dem mitgelieferten Konverter weit überlegen. Der Nachteil der vielen Möglichkeiten ist aber die kompliziertere Bedienung. Der Aufwand der Einarbeitung war mir zu groß, so dann ich zumindest vorläufig wieder zum RAW-Konverter von Samsung zurückgekehrt bin.Auswahl
Nach dem Öffnen im RAW-Konverter blättere ich alle Bilder durch. Unbrauchbare Bilder markiere ich mit [F6] zum Löschen. Bin ich durch, dann lösche ich die Bilder an in einem Rutsch. Das geht schneller als einzeln.Wenn ich dann noch mehrere Bilder eines Motiv übrig sind, schaue ich mir diese genauer an. In der Vergrößerung vergleiche ich die Bildschärfe und lösche die schlechteren Bilder.
Bilder zuschneiden
Dann geht es an das Beschneiden der Bilder. Ich suche mir den optimalen Ausschnitt. Dabei ist es mir wichtig, möglichst schon bei der Aufnahme den optimalen Ausschnitt zu finden. Das geht aber leider nicht immer 100%ig.Gleichzeitig drehe ich das Bild in die richtige Position und entzerre, wenn notwendig, stürzende Linien.
Belichtung
Nach dem Beschneiden und Drehen der Bilder gehe ich alle Bilder ein zweites Mal durch. Zuerst stelle ich Belichtung und Kontrast richtig ein. Für das Einstellen der Belichtung benutze ich das Historamm.Ich versuche meist zu erreichen, dass auf der rechten Seite des Histograms keine Lücke vorhanden ist und dass in allen anderen Bereichen auch Werte vorhanden sind. Das Einstellen von Kontrast und Belichtung geht dabei Hand in Hand.
Ich gutes Hilfsmittel sind auch die Warnungen für Überbelichtung.
Ich schiebe den Regler für die Belichtung so weit, dass in den mir wichtigen Teilen des Bildes keine überbelichteten Bereiche mehr vorhanden sind.
Farben
Da kümmere ich mich um die Farben. Zuerst stelle ich bei farbigen Bildern die richtige Farbtemperatur ein, das heißt ich mache den Weißabgleich. In vielen Fällen macht das die Kamera schon ganz ordentlich. Dann überspringe ich diesen Schritt. Ansonsten suche ich mir im Bild eine unbunte Fläche und benutze das Werkzeug für die Grauwertfestlegung.Eventuell korrigiere ich die Farbtemperatur noch etwas nach.
Mit dem Werkzeug für Hautfarbe habe ich dagegen keine guten Erfahrungen gemacht. Die Ergebnisse des Weißabgleichs waren damit oft unbrauchbar.
Dann stelle ich die Farben ein. In der Liste "Farben" stehen einige Farbprofile zur Verfügung. Welche der Farbprofile verwendet werden hängt natürlich vom persönlichen Geschmack und dem jeweiligen Motiv ab. Ich benutze meist "Farbe 1" oder "Farbe 2" und passe dann noch etwas die Farbsättigung an.
Für Schwarzweißbilder benutze ich meist das Farbprofil "Schwarzweiß 2". Damit bin ich aber momentan noch nicht 100% zufrieden. Ich bin noch auf der Suche nach einer Software, die mir speziell für Schwarzweißfotos ein paar mehr Möglichkeiten bietet und trotzdem so wie der RAW-Konverter nicht destruktiv arbeitet.
Wenn unbedingt notwendig, dann dämpfe ich das Bildrauchen mit dem Rauschabschwächer etwas. Normalerweise versuche ich das zu umgehen in dem ich nur mit niedrigen ISO-Einstellungen fotografiere. In der Regel verwende ich ISO 200 und manchmal ISO 400. Höher gehe ich fast nie. Lieber nehme ich lange Belichtungszeiten und die Arbeit mit dem Stativ in Kauf.
Wenn ich mit dem Bearbeiten fertig bin und ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, dann markiere ich das Bild für die Stapelentwicklung mit [F8].
Entwicklung der RAW-Dateien
So, das war es schon fast. Alle Einstellungen sind gemacht. Die Stapelentwicklung kann gestartet werden. Dabei erzeuge ich normalerweise JPGs im Unterverzeichnis des RAW-Verzeichnisses.Die Stapelverarbeitung dauert dann eine Weile, kann aber unbeaufsichtigt laufen.
Organisation der fertigen Bilder
Ist das abgeschlossen dann starte ich Picasa. Das Programm nutze ich für 2 Zwecke.- Gesichtserkennung
- Upload ins Internet
Ich lade alle meine Bilder in die Fotoverwaltung von Google+ hoch. Keine Angst, die Bilder stehen dann nicht sofort öffentlich für jedermann sichtbar im Internet. Die Rechte sind so eingeschränkt, dass nur ich zunächst die Bilder sehen kann. Das kann ich bei Bedarf ändern. Der große Vorteil ist aber, dass ich immer und überall Zugriff auf die Bilder habe.
Mit der Funktion "Mit Web synchronisieren" geschieht der Upload im Hintergrund und stört auch bei meiner relativ schwachen Internetverbindung nicht weiter.
Für Wordpress gibt es ein Plugin, mit dem Fotos aus Google+-Alben einfach eingebunden werden können. Ich benutze dafür Picasa and Google Plus Express.
Vielleicht fällt auf, dass ich nirgends Photoshop erwähnt habe. Der Grund ist ganz einfach. Ich benutze kein Photoshop. In ein paar Ausnahmefällen verwende ich GIMP zur Bildbearbeitung. In der Regel versuche ich das aber zu vermeiden.
Ich versuche, möglichst viele Entscheidungen für ein Bild schon bei der Aufnahme zu treffen und dabei möglichst sorgfältig zu sein. Für meine Zwecke reicht mir die dezente Nachbearbeitung im RAW-Konverter vollkommen aus. Mir ist klar, dass es Bereiche der Fotografie gibt, die ohne massive Nachbearbeitung der Bilder nicht auskommen. Man braucht nur mal eine Modezeitschrift aufzuschlagen... Das ist aber nicht der Bereich der Fotografie, mit dem ich mich beschäftigen möchte. Für mich steht die Arbeit mit dem Motiv, mit dem Licht und mit der Kamera im Vordergrund, nicht die am Computer.
Dienstag, 21. Januar 2014
HDR-Bilder Teil 3, Verarbeitung im Computer
Im 3. und letzten Teil der Serie geht es nun darum, aus den Bildern der Belichtungsreihe am Computer ein HDR-Bild zu machen.
Die weitere Verarbeitung der Rohbilder läuft in zwei Schritten ab. Zuerst werden die Bilder zu einem Bild zusammengesetzt. Das Bild ist das eigentliche HDR-Bild, also mit größerer Farbtiefe. In der Regel werden für jeden Farbkanal 16 oder 32 Bit verwendet. Da normale Monitore so eine Bild nicht darstellen können wird es dann wieder in ein Bild mit normaler Farbtiefe (8 Bit) umgewandelt. Bei diesem Tone-Mapping werden die Strukturen sowohl in den hellen als auch in den dunklen Bereich erhalten.
Für diese Verarbeitungsschritte gibt es verschiedene Software. Ich verwende die kostenlose Opensource-Software Luminance HDR.
Es gibt noch eine Reihe weiterer Software dafür. Hier eine kleine Liste:
Der große Vorteil von Luminance HDR ist, dass es das RAW-Format der Samsung-Kameras verarbeiten kann.
Dieser unterstützt beim ersten Schritt, also bei der Erstellung des HDR-Bildes.
Zunächst werden die Bilder der Belichtungsreihe ausgewählt.
An der Belichtung ändere ich meist nichts. Wichtig ist der Bereich unten rechts. Dort geht es um die Ausrichtung und das Zuschneiden. Auch bei größter Sorgfalt kann es passieren, dass die Rohbilder nicht ganz genau übereinander liegen. Dafür gibt es die Funktion "Bilder automatisch ausrichten". Die kosten zwar eine ganze Menge Rechenzeit, für ein gutes Ergebnis ist das aber unbedingt erforderlich. Wenn einzelne Bilder durch diese Funktion leicht verschoben werden, dann gibt es immer am Rand einen gewissen Verschnitt. Der kann gleich durch die Funktion "Bilder automaisch zuschneiden" entfernt werden.
Nach [Weiter] hat der Computer eine Weile zu tun, bis er mit der Ausrichtung fertig ist. Jetzt geht es zur 2. Seite des Assistenten.
Hier können die Bilder manuell ausgerichtet werden, was aber wegen der automatischen Ausrichtung überflüssig ist. Außerdem steht hier eine Anti-Ghosting-Funktion zur Verfügung.
Mit dieser Funktion können Geisterbilder unterdrückt werden, die entstehen wenn sich Teile des Motivs während der Aufnahmen bewegen.Im Wind bewegte Bäume sind ein typisches Beispiel.
Ich muss allerdings sagen, dass ich diese Funktion noch nie benutzt habe. Ich habe immer bei der Aufnahme selber versucht, Geisterbilder zu vermeiden.
Jetzt geht es weiter mit Einstellungen zum Erzeugen des HDR-Bildes.
Über die technischen Hintergründe der verschiedenen Einstellmöglichkeiten braucht man sich keine Gedanken zu machen. Hier gilt einfach die verschiedenen vordefinierten Profile ausprobieren und die Ergebnisse beurteilen.
Nach [Fertigstellen] wird das HDR-Bild erzeugt und der Assistent wird geschlossen. Der erste Schritt, die Erzeugung des HDR-Bildes, ist damit abgeschlossen.
In der Programmoberfläche von Luminance HDR wird das Bild angezeigt. So toll sieht das meist nicht aus. Das ist auch logisch, da Grafikkarte und Monitor das Bild nur vereinfacht darstellen können. Das Endprodukt entsteht erst durch den zweiten Schritt:
Luminance HDR stelt eine Reihe verschiedener Algorithmen zum Tone-Mapping bereit. Auf der rechten Seite sind ein paar kleine Vorschaubilder zu sehen.
Sie zeigen ganz grob, wie das Bild mit dem entsprechenden Tone-Mapper aussehen wird. Mit einem Klick auf diese Vorschaubilder oder der Auswahl in der Liste "Operator" wird das Tone-Mapping-Verfahren festgelegt. Wichtig ist, dass gleich die richtige Ausgabegröße eingestellt wird. Die Ergebnisse unterscheiden sich erheblich je nach eingestellter Ausgabegröße.
Jetzt heißt es probieren. Jeder Operator stellt noch verschiedene Parameter zu Verfügung. Bei vielen Parametern kann man nicht über den Namen auf die Wirkung schließen. Es hilft hier nur ausprobieren. Nachdem ein Parameter verstellt wurde, muss immer wieder auf [Anwenden] geklickt werden.
Die Rechenzeit ist mitunter ganz erheblich. Hier hilft ein leistungsstarker Computer das optimale Ergebnis zu finden.
Ist das optimale Ergebnis gefunden kann das Bild im JPG-Format abgespeichert werden. Damit ist der Prozess abgeschlossen
Siehe auch:
Die weitere Verarbeitung der Rohbilder läuft in zwei Schritten ab. Zuerst werden die Bilder zu einem Bild zusammengesetzt. Das Bild ist das eigentliche HDR-Bild, also mit größerer Farbtiefe. In der Regel werden für jeden Farbkanal 16 oder 32 Bit verwendet. Da normale Monitore so eine Bild nicht darstellen können wird es dann wieder in ein Bild mit normaler Farbtiefe (8 Bit) umgewandelt. Bei diesem Tone-Mapping werden die Strukturen sowohl in den hellen als auch in den dunklen Bereich erhalten.
Für diese Verarbeitungsschritte gibt es verschiedene Software. Ich verwende die kostenlose Opensource-Software Luminance HDR.
Es gibt noch eine Reihe weiterer Software dafür. Hier eine kleine Liste:
Die Arbeit mit Luminance HDR
Bei der Arbeit mit Luminance HDR ist ein leistungsstarker Computer von Vorteil. Gerade wenn man mehr HDR-Bilder aus mehr als 3 Rohbildern erzeugen will, dann ist ein Computer mit 8 GB RAM und einem 64-Bit-Betriebssystem empfehlenswert. Luminance HDR gibt es übrigens sowohl für Windows, für Mac OS X als auch für Linux.Der große Vorteil von Luminance HDR ist, dass es das RAW-Format der Samsung-Kameras verarbeiten kann.
HDR-Bild erzeugen
Mit der Funktion "Neues HDR-Bild" startet ein Assistent.Dieser unterstützt beim ersten Schritt, also bei der Erstellung des HDR-Bildes.
Zunächst werden die Bilder der Belichtungsreihe ausgewählt.
An der Belichtung ändere ich meist nichts. Wichtig ist der Bereich unten rechts. Dort geht es um die Ausrichtung und das Zuschneiden. Auch bei größter Sorgfalt kann es passieren, dass die Rohbilder nicht ganz genau übereinander liegen. Dafür gibt es die Funktion "Bilder automatisch ausrichten". Die kosten zwar eine ganze Menge Rechenzeit, für ein gutes Ergebnis ist das aber unbedingt erforderlich. Wenn einzelne Bilder durch diese Funktion leicht verschoben werden, dann gibt es immer am Rand einen gewissen Verschnitt. Der kann gleich durch die Funktion "Bilder automaisch zuschneiden" entfernt werden.
Nach [Weiter] hat der Computer eine Weile zu tun, bis er mit der Ausrichtung fertig ist. Jetzt geht es zur 2. Seite des Assistenten.
Hier können die Bilder manuell ausgerichtet werden, was aber wegen der automatischen Ausrichtung überflüssig ist. Außerdem steht hier eine Anti-Ghosting-Funktion zur Verfügung.
Mit dieser Funktion können Geisterbilder unterdrückt werden, die entstehen wenn sich Teile des Motivs während der Aufnahmen bewegen.Im Wind bewegte Bäume sind ein typisches Beispiel.
Ich muss allerdings sagen, dass ich diese Funktion noch nie benutzt habe. Ich habe immer bei der Aufnahme selber versucht, Geisterbilder zu vermeiden.
Jetzt geht es weiter mit Einstellungen zum Erzeugen des HDR-Bildes.
Über die technischen Hintergründe der verschiedenen Einstellmöglichkeiten braucht man sich keine Gedanken zu machen. Hier gilt einfach die verschiedenen vordefinierten Profile ausprobieren und die Ergebnisse beurteilen.
Nach [Fertigstellen] wird das HDR-Bild erzeugt und der Assistent wird geschlossen. Der erste Schritt, die Erzeugung des HDR-Bildes, ist damit abgeschlossen.
In der Programmoberfläche von Luminance HDR wird das Bild angezeigt. So toll sieht das meist nicht aus. Das ist auch logisch, da Grafikkarte und Monitor das Bild nur vereinfacht darstellen können. Das Endprodukt entsteht erst durch den zweiten Schritt:
Tone-Mapping
Das HDR-Bild wird hierdurch wieder in ein normales LDR-Bild mit 8 Bit Farbtiefe pro Kanal umgewandelt.Luminance HDR stelt eine Reihe verschiedener Algorithmen zum Tone-Mapping bereit. Auf der rechten Seite sind ein paar kleine Vorschaubilder zu sehen.
Sie zeigen ganz grob, wie das Bild mit dem entsprechenden Tone-Mapper aussehen wird. Mit einem Klick auf diese Vorschaubilder oder der Auswahl in der Liste "Operator" wird das Tone-Mapping-Verfahren festgelegt. Wichtig ist, dass gleich die richtige Ausgabegröße eingestellt wird. Die Ergebnisse unterscheiden sich erheblich je nach eingestellter Ausgabegröße.
Jetzt heißt es probieren. Jeder Operator stellt noch verschiedene Parameter zu Verfügung. Bei vielen Parametern kann man nicht über den Namen auf die Wirkung schließen. Es hilft hier nur ausprobieren. Nachdem ein Parameter verstellt wurde, muss immer wieder auf [Anwenden] geklickt werden.
Die Rechenzeit ist mitunter ganz erheblich. Hier hilft ein leistungsstarker Computer das optimale Ergebnis zu finden.
Ist das optimale Ergebnis gefunden kann das Bild im JPG-Format abgespeichert werden. Damit ist der Prozess abgeschlossen
Fazit
Die Erstellung von HDR-Bildern ist ein relativ aufwändiges Verfahren. Sorgfältig aufgenommene Rohbilder sind die Grundlage für den ganzen Prozess. Das Wichtigste ist, üben, üben, üben. Mit der Zeit bekommt man einen Blick dafür, welche Motive für ein HDR-Bild geeignet sind und welche nicht.Siehe auch:
Montag, 13. Januar 2014
HDR-Bilder Teil 2, Ausgangsfotos aufnehmen
Im zweiten Teil dieser Serie geht es um die Aufnahme der Rohbilder. Die Belichtungsreihe sind die wichtige Grundlage für das spätere HDR-Bild.
Bei der Aufnahme der Fotos für die Belichtungsreihe ist große Sorgfalt angebracht. Die Bilder sind die Basis aller weiteren Schritte.
Als Grundlage für eine HDR-Bild muss ein Belichtungsreihe von mindestens 3 Bildern angefertigt werden. Dafür ist ein Stativ fast zwingend erforderlich. Über mein Stativ werde ich bei Gelegenheit hier mal einen kleinen Artikel schreiben.
Es gibt ein paar Situationen, in denen kein Stativ verwendet werden kann. In Museen und Kirchen beispielsweise. Da muss ich mir was einfallen lassen. Ich habe noch so ein kleines Ministativ mit flexiblen Beinen, die ca. 15 cm lang sind. In vielen Fällen kann das eingesetzt werden. Man kann die Kamera auch einfach auf einen Tisch oder Stuhl legen. Wenn es gar nicht anders geht, dann drücke ich die Kamera fest gegen eine Wand.
Für das Fotografieren vom Stativ aus benutze ich für HDR-Aufnahmen immer einen Drahtauslöser. Es handelt sich dabei um ein ganz einfaches relativ preiswertes Modell.


Es gibt sicherlich auch Hightech-Fernauslöser, nur praktischer sind diese für meine Zwecke nicht. Ich werde später nochmal einen Artikel über den Sinn und den Unsinn der drahtlosen Fernauslösung schreiben
Als Objektiv benutze ich immer das 18 - 55 mm Zoom. Das hat die Bildstabilitierung OIS eingebaut. Normalerweise schalte ich OIS immer ab aber für HDR-Fotos benutze ich es gerne. Oft sind die Belichtungszeiten doch relativ lang und da hilft die Stabilisierung sehr, gerade wenn ich kein Stativ verwenden kann.
Als Kamera benutze ich die NX 10. Hier komme ich auch auf ein kleines Problem zu sprechen. Mit der Verschlusseinstellung "AEB" kann man sehr leicht Belichtungsreihen anfertigen, allerdings nur aus genau 3 Bildern. Braucht man mehr Bilder, dann muss man nach den ersten 3 Bildern die Kamera anfassen und die Einstellungen ändern. Auch beim stabilsten Stativ für das zu einer kleinen Verschiebung des Bildausschnittes. Ich hätte mir gewünscht, dass man die Anzahl der Bilder einer Belichtungsreihe frei einstellen kann.
Ein weiterer Wunsch wäre, dass man die Belichtungsreihe mit einer Zeitverzögerung starten kann. Einen Timer besitzt die NX 10 zwar, aber Timer und Belichtungsreihe können nicht kombiniert werden.
Das war es aber auch schon, was es aus meiner Sicht an der NX 10 für diesen Zweck auszusetzen gibt. Ansonsten ist sie eine für diesen Zweck sehr gut geeignete Kamera. Das große und helle Display an der Rückwand hilft sehr beim Beurteilen des Bildaufbaus.
Ich stelle das Programmwählrad der Kamera auf "M". Es ist wichtig, dass es nicht auf "S" steht, da sonst der Blendenwert bei einer Belichtungsreihe verändert wird und nicht die Zeit. Theoretisch wäre wohl auch "P" möglich. Ich habe das aber noch nie für HDR-Bilder probiert.
Mit dem Knopf "Disp" an der Rückseite schalte ich das Histogramm ein.
Den ISO-Wert stelle ich normalerweise auf 200 ein um möglichst rauscharme Rohbilder zu bekommen.
Als Bildformat stelle ich "RAW+Normal" ein. Dabei speichert die Kamera von jedem Bild die RAW- und die JPG-Datei wobei die JPGs mir nur zur Vorschau dienen. Weiterverarbeitet werden dann die RAW-Dateien.
Je nach erforderlicher Schärfentiefe wähle ich dann einen Blendenwert mit gedrückter [+/-]-Taste und Drehen am Rad über dem Auslöser.
Dann ermittle ich die mittlere Belichtungszeit. Ich drehe so lange am Rad, bis der Zeiger für die Belichtung ganz unten in der Mitte des Displays auf 0 steht. Jetzt habe ich einen Anhaltspunkt für die richtige Belichtung.
Jetzt drehe ich am Rad über dem Auslöser und schiebe das Histogramm nach links und rechts solange bis dort keine Werte mehr angezeigt werden. Damit habe ich die längste und die kürzeste Belichtungszeit ermittelt.
Schwierig wird es, wenn nur wenig Licht vorhanden ist und die längste Belichtungszeit länger als 30 Sekunden ist. Das ist die längste einstellbare Belichtungszeit der Kamera, dann schaltet sie auf "Blub" um. Das bedeutet, der Verschluss ist so lange offen wie der Auslöser gedrückt ist. Kommt man in diesen Bereich, dann ist keine Belichtungsmessung mit der Kamera möglich. Es gibt dann verschiedene Möglichkeiten.
Wenn es geht, dann versuche ich mit einer Belichtungsreihe aus 3 Bildern auszukommen. Dann kann ich den Verschluss auf "AEB" stellen. Die Belichtung stelle ich dabei normalerweise auf +-2 EV.
Wenn das nicht möglich ist, dann mache ein eine Belichtungsreihe, bei denen die Bilder sich um eine Blendenstufe unterscheiden. Das hat allerdings den Nachteil, dass ich die Kamera nach jeder Aufnahme anfassen muss um die Belichtungszeit einzustellen. Das ist nicht so toll, weil sich die Ausrichtung der Kamera auf dem Stativ auch bei größter Vorsicht minimal ändert.
So, damit sind die Rohbilder für das HDR-Bild im Kasten. Jetzt geht es mit der Bearbeitung am Computer weiter. Damit werde ich mich im 3. und letzten Teil dieser Reihe beschäftigen.
Siehe auch:
Bei der Aufnahme der Fotos für die Belichtungsreihe ist große Sorgfalt angebracht. Die Bilder sind die Basis aller weiteren Schritte.
Ausrüstung
Als Grundlage für eine HDR-Bild muss ein Belichtungsreihe von mindestens 3 Bildern angefertigt werden. Dafür ist ein Stativ fast zwingend erforderlich. Über mein Stativ werde ich bei Gelegenheit hier mal einen kleinen Artikel schreiben.
Es gibt ein paar Situationen, in denen kein Stativ verwendet werden kann. In Museen und Kirchen beispielsweise. Da muss ich mir was einfallen lassen. Ich habe noch so ein kleines Ministativ mit flexiblen Beinen, die ca. 15 cm lang sind. In vielen Fällen kann das eingesetzt werden. Man kann die Kamera auch einfach auf einen Tisch oder Stuhl legen. Wenn es gar nicht anders geht, dann drücke ich die Kamera fest gegen eine Wand.
Für das Fotografieren vom Stativ aus benutze ich für HDR-Aufnahmen immer einen Drahtauslöser. Es handelt sich dabei um ein ganz einfaches relativ preiswertes Modell.
Es gibt sicherlich auch Hightech-Fernauslöser, nur praktischer sind diese für meine Zwecke nicht. Ich werde später nochmal einen Artikel über den Sinn und den Unsinn der drahtlosen Fernauslösung schreiben
Als Objektiv benutze ich immer das 18 - 55 mm Zoom. Das hat die Bildstabilitierung OIS eingebaut. Normalerweise schalte ich OIS immer ab aber für HDR-Fotos benutze ich es gerne. Oft sind die Belichtungszeiten doch relativ lang und da hilft die Stabilisierung sehr, gerade wenn ich kein Stativ verwenden kann.
Als Kamera benutze ich die NX 10. Hier komme ich auch auf ein kleines Problem zu sprechen. Mit der Verschlusseinstellung "AEB" kann man sehr leicht Belichtungsreihen anfertigen, allerdings nur aus genau 3 Bildern. Braucht man mehr Bilder, dann muss man nach den ersten 3 Bildern die Kamera anfassen und die Einstellungen ändern. Auch beim stabilsten Stativ für das zu einer kleinen Verschiebung des Bildausschnittes. Ich hätte mir gewünscht, dass man die Anzahl der Bilder einer Belichtungsreihe frei einstellen kann.
Ein weiterer Wunsch wäre, dass man die Belichtungsreihe mit einer Zeitverzögerung starten kann. Einen Timer besitzt die NX 10 zwar, aber Timer und Belichtungsreihe können nicht kombiniert werden.
Das war es aber auch schon, was es aus meiner Sicht an der NX 10 für diesen Zweck auszusetzen gibt. Ansonsten ist sie eine für diesen Zweck sehr gut geeignete Kamera. Das große und helle Display an der Rückwand hilft sehr beim Beurteilen des Bildaufbaus.
Arbeitsablauf
So, jetzt zum konkreten Arbeitsablauf.Ich stelle das Programmwählrad der Kamera auf "M". Es ist wichtig, dass es nicht auf "S" steht, da sonst der Blendenwert bei einer Belichtungsreihe verändert wird und nicht die Zeit. Theoretisch wäre wohl auch "P" möglich. Ich habe das aber noch nie für HDR-Bilder probiert.
Mit dem Knopf "Disp" an der Rückseite schalte ich das Histogramm ein.
Den ISO-Wert stelle ich normalerweise auf 200 ein um möglichst rauscharme Rohbilder zu bekommen.
Als Bildformat stelle ich "RAW+Normal" ein. Dabei speichert die Kamera von jedem Bild die RAW- und die JPG-Datei wobei die JPGs mir nur zur Vorschau dienen. Weiterverarbeitet werden dann die RAW-Dateien.
Je nach erforderlicher Schärfentiefe wähle ich dann einen Blendenwert mit gedrückter [+/-]-Taste und Drehen am Rad über dem Auslöser.
Dann ermittle ich die mittlere Belichtungszeit. Ich drehe so lange am Rad, bis der Zeiger für die Belichtung ganz unten in der Mitte des Displays auf 0 steht. Jetzt habe ich einen Anhaltspunkt für die richtige Belichtung.
Jetzt drehe ich am Rad über dem Auslöser und schiebe das Histogramm nach links und rechts solange bis dort keine Werte mehr angezeigt werden. Damit habe ich die längste und die kürzeste Belichtungszeit ermittelt.
Schwierig wird es, wenn nur wenig Licht vorhanden ist und die längste Belichtungszeit länger als 30 Sekunden ist. Das ist die längste einstellbare Belichtungszeit der Kamera, dann schaltet sie auf "Blub" um. Das bedeutet, der Verschluss ist so lange offen wie der Auslöser gedrückt ist. Kommt man in diesen Bereich, dann ist keine Belichtungsmessung mit der Kamera möglich. Es gibt dann verschiedene Möglichkeiten.
- Den niedrigsten Blendenwert einstellen und die Messergebnisse auf den erforderlichen Blendenwert umrechnen.
- Die Belichtung mit einem Handbelichtungsmesser messen.
- Ein paar zusätzliche Aufnahmen auf gut Glück machen.
Wenn es geht, dann versuche ich mit einer Belichtungsreihe aus 3 Bildern auszukommen. Dann kann ich den Verschluss auf "AEB" stellen. Die Belichtung stelle ich dabei normalerweise auf +-2 EV.
Wenn das nicht möglich ist, dann mache ein eine Belichtungsreihe, bei denen die Bilder sich um eine Blendenstufe unterscheiden. Das hat allerdings den Nachteil, dass ich die Kamera nach jeder Aufnahme anfassen muss um die Belichtungszeit einzustellen. Das ist nicht so toll, weil sich die Ausrichtung der Kamera auf dem Stativ auch bei größter Vorsicht minimal ändert.
So, damit sind die Rohbilder für das HDR-Bild im Kasten. Jetzt geht es mit der Bearbeitung am Computer weiter. Damit werde ich mich im 3. und letzten Teil dieser Reihe beschäftigen.
Siehe auch:
Mittwoch, 8. Januar 2014
HDR-Bilder Teil 1, Einführung
In einer dreiteiligen Serie möchte ich berichten, wie ich bei der Erstellung von HDR-Bildern vorgehe. Im ersten Teil geht es um die Grundlagen der HDR-Fotografie.
Mit dieser besonderen Technik können sehr eindrucksvolle Bilder erzeugt werden.

Doch bevor es um die praktische Umsetzung dieser besonderen Technik geht ein paar Grundlagen.
Es gibt einige Motive, bei denen haben die Sensoren moderner Kameras richtig Probleme. Sonnenuntergänge zum Beispiel. Entweder ist der Himmel richtig belichtet und die Landschaft versinkt im Schwarz oder die Landschaft wird richtig dargestellt und der Himmel ist total überbelichtet. Der Kontrastumfang ist einfach zu groß für den Sensor. Eine naheliegende Idee könnte sein, dass man bei der Verarbeitung der RAW-Dateien den Kontrast sehr stark veringert. Das könnte bei einigen Motiven funktionieren, nur besonders ansehnlich werden solche Bilder nicht. Der lokale Kontrast wird dann auch sehr stark abgesenkt und die Bilder wirken flau.
Zur Lösung dieses Problems müsste man eigentlich von den dunklen und den hellen Bereiche des Motivs jeweils eigenen Bildern aufnehmen können und diese Bilder dann später zusammensetzen. Genau das wird bei der HDR-Fotografie gemacht.
HDR bedeutet High Dynamic Range, also ein Bild mit hohem Dynamikumfang.
Zur Erzeugung von eines HDR-Bildes werden von einem Motiv mehrere Bilder angefertigt, die unterschiedlich belichtet sind. Wichtig ist, dass dabei die Belichtungszeit und nicht der Blendenwert variiert wird, da sich sonst die Schärfentiefe verändern würde.
Mittels einer speziellen Software werden diese Bilder zusammengefügt. Es entsteht ein Bild mit beispielsweise 16 Bit Auflösung pro Farbkanal. So ein Bild kann kein Anzeigegerät darstellen und ein Ausdruck auf Papier ist ebenfalls nicht möglich. Mittels Tone-Mapping wir daraus wieder eine normale JPG-Datei mit den üblichen 8 Bit Farbtiefe hergestellt. Diese kann jeder Monitor anzeigen und sie kann gedruckt werden.
In der Wikipedia ist ein etwas ausführlicherer Artikel zu den technischen Hintergründen der HDR-Fotografie zu finden.
Es gibt ein paar Arten von Motiven, die für die HDR-Fotografie problematisch sind. Es muss ja eine Belichtungsreihe angefertigt werden. Bei allen Motiven, bei denen während der Erstellung der Belichtungsreihe merkliche Bewegungen auftreten, gibt es Probleme. Die Bilder müssen bei der späteren Bearbeitung am Computer übereinander gelegt werden. Wenn eine Person bei der Aufnahme durch das Bild läuft ist das schwierig. Es können dann Geisterbilder entstehen. Auch mit ziehende Wolken kann es schwierig werden, besonders wenn in der Dämmerung längere Belichtungszeiten notwendig sind.
Eine Sache ist noch ganz wichtig. Für gute Ergebnisse ist sehr viel Übung erforderlich. Wichtig ist es, dass man seinen eigenen Workflow findet und dann immer mal ein paar Arbeitsschritte variiert.
So, das soll erst mal zur Einführung in das Thema reichen. Im zweiten Teil geht es dann mit der Praxis los. Ich werde beschreiben, wie ich bei der Erzeugung der Belichtungsreihe vorgehe.
Siehe auch:
Mit dieser besonderen Technik können sehr eindrucksvolle Bilder erzeugt werden.

Doch bevor es um die praktische Umsetzung dieser besonderen Technik geht ein paar Grundlagen.
Es gibt einige Motive, bei denen haben die Sensoren moderner Kameras richtig Probleme. Sonnenuntergänge zum Beispiel. Entweder ist der Himmel richtig belichtet und die Landschaft versinkt im Schwarz oder die Landschaft wird richtig dargestellt und der Himmel ist total überbelichtet. Der Kontrastumfang ist einfach zu groß für den Sensor. Eine naheliegende Idee könnte sein, dass man bei der Verarbeitung der RAW-Dateien den Kontrast sehr stark veringert. Das könnte bei einigen Motiven funktionieren, nur besonders ansehnlich werden solche Bilder nicht. Der lokale Kontrast wird dann auch sehr stark abgesenkt und die Bilder wirken flau.
Zur Lösung dieses Problems müsste man eigentlich von den dunklen und den hellen Bereiche des Motivs jeweils eigenen Bildern aufnehmen können und diese Bilder dann später zusammensetzen. Genau das wird bei der HDR-Fotografie gemacht.
HDR bedeutet High Dynamic Range, also ein Bild mit hohem Dynamikumfang.
Zur Erzeugung von eines HDR-Bildes werden von einem Motiv mehrere Bilder angefertigt, die unterschiedlich belichtet sind. Wichtig ist, dass dabei die Belichtungszeit und nicht der Blendenwert variiert wird, da sich sonst die Schärfentiefe verändern würde.
Mittels einer speziellen Software werden diese Bilder zusammengefügt. Es entsteht ein Bild mit beispielsweise 16 Bit Auflösung pro Farbkanal. So ein Bild kann kein Anzeigegerät darstellen und ein Ausdruck auf Papier ist ebenfalls nicht möglich. Mittels Tone-Mapping wir daraus wieder eine normale JPG-Datei mit den üblichen 8 Bit Farbtiefe hergestellt. Diese kann jeder Monitor anzeigen und sie kann gedruckt werden.
In der Wikipedia ist ein etwas ausführlicherer Artikel zu den technischen Hintergründen der HDR-Fotografie zu finden.
Es gibt ein paar Arten von Motiven, die für die HDR-Fotografie problematisch sind. Es muss ja eine Belichtungsreihe angefertigt werden. Bei allen Motiven, bei denen während der Erstellung der Belichtungsreihe merkliche Bewegungen auftreten, gibt es Probleme. Die Bilder müssen bei der späteren Bearbeitung am Computer übereinander gelegt werden. Wenn eine Person bei der Aufnahme durch das Bild läuft ist das schwierig. Es können dann Geisterbilder entstehen. Auch mit ziehende Wolken kann es schwierig werden, besonders wenn in der Dämmerung längere Belichtungszeiten notwendig sind.
Eine Sache ist noch ganz wichtig. Für gute Ergebnisse ist sehr viel Übung erforderlich. Wichtig ist es, dass man seinen eigenen Workflow findet und dann immer mal ein paar Arbeitsschritte variiert.
So, das soll erst mal zur Einführung in das Thema reichen. Im zweiten Teil geht es dann mit der Praxis los. Ich werde beschreiben, wie ich bei der Erzeugung der Belichtungsreihe vorgehe.
Siehe auch:
Mittwoch, 1. Januar 2014
Warum RAW-Format?
Fast immer verwende ich das sogenannte RAW-Format zum Fotografieren. Warum, das möchte ich hier mal etwas näher beleuchten.
Jede Digitalkamera liefert Bilder im JPG-Format. Diese können mit dem Computer problemlos angesehen werden. Einige Kompaktkameras der gehobenen Preisklasse, Systemkameras und natürlich Spiegelreflexkameras bieten zusätzlich an, die Fotos im RAW-Format zu speichern. Aber warum soll man sich da noch mit einem anderen Format herumschlagen? Die Dateien sind riesengroß, können nur mit spezieller Software angezeigt werden und sind im Internet nicht zu gebrauchen.
Eins vorneweg: Auch wenn ich fast immer im RAW-Format fotografiere ist das Endprodukt eine JPG-Datei. Die RAW-Datei ist nur ein Zwischenschritt.
Aber erstmal ein paar Worte zu den Dateiformaten.
Der Sensor misst zunächst erst einmal nur die Lichtintensität in jedem Pixel. Das geschieht getrennt nach den Farbkanälen Rot, Grün und Blau. Dieser Wert wird als Binärzahl gespeichert. Wenn die Lichtmischung beispielsweise kein rotes Licht enthält, dann hat der rote Farbkanal den Wert 00000000. Ist der rote Kanal voll ausgesteuert, dann hat er den Wert 11111111. Die Werte dazwischen werden mit Zahlen dazwischen abgebildet. Je mehr Stellen die Binärzahl hat desto feiner lassen sich die Abstufungen abspeichern. Ich habe gerade Binärzahlen mit 8 Stellen, also 8 Bit, verwendet. Das wird auch so beim JPG-Format gemacht. Der Sensor einer hochwertigen Kamera kann aber viel mehr. Der Sensor der NX 10 löst mit 11 Bit pro Farbkanal auf. Die 3 Bit mehr bedeuten die 8fache Anzahl von Stufen für jeden Kanal.
Wenn ein Bild im RAW-Format aufgenommen wird, dann werden einfach nur die rohen Messwerte mit vollen 11 Bit pro Kanal abgespeichert.
Für JPG-Bilder werden diese Daten sonst massiv von der Kamera nachbearbeitet. Bei der Fotografie im RAW-Format wird die Nachbearbeitung auf den Computer verlagert. Die RAW-Dateien werden mit einer speziellen Software, dem RAW-Konverter, in JPG-Dateien umgewandelt. In Anlehnung an den analogen Prozess sagt man, die Bilder werden "entwickelt". Das hat einige Vorteile.
Beispiel Weißabgleich. Natürlich kann man einen manuellen Weißabgleich machen. Meist ist aber dafür keine Zeit. Oder man kann sich auf die Automatik der Kamera verlassen. Das funktioniert in den meisten Fällen recht gut. Nur gibt es Belechtungssituationen, bei denen die Automatik mächtig daneben liegt.
Beispiel Belichtung. Im RAW-Konverter kann die Belichtung ganz genau angepasst werden. Der RAW-Konverter bietet die Möglichkeit, sich überbelichtete und unterbelichtete Bereiche anzeigen zu lassen, denn Kontrast zu beeinflussen oder die Gradationskurve anzupassen.
Viele der Möglichkeiten bieten auch normale Bildbearbeitungsprogramme. Durch die höhere Farbtiefe sind solche Bearbeitungen im RAW-Konverter aber in der Regeln verlustlos.
RAW ist eigentlich eine Oberbegriff für verschiedene Formate. Jeder Hersteller benutzt sein eigenes Format. In letzter Zeit gibt es zwar Bemühungen um eine Vereinheitlichung. Trotzdem muss man schauen, ob das RAW-Format von Konverter unterstützt wird. Das Samsung-Format ist nicht so weit verbreitet, so dass es Probleme geben kann. Mit der Kamera wird aber ein Konverter mitgeliefert, der recht brauchbar ist. Wem der nicht gefällt oder wer einen Linux-Computer verwendet, der kann Raw Therapee benutzen. Dieses Programm bietet mehr Möglichkeiten, ist aber komplizierter zu bedienen.
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