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Freitag, 4. Dezember 2015

Übernahme der Samsung-Kamerasparte durch Nikon



Das etwas an dem Gerücht dran ist, scheint sich nach und nach zu bestätigen. Was bedeutet das aber für die Nutzer von NX-Kameras?

So ganz abzusehen ist das noch nicht. Ich sehe zwei verschiedene Szenarien, wie Nikon mit der Kamerasparte von Samsung umgehen könnte.

Eine Möglichkeit wäre, dass Nikon die Kameras und Objektiv-Palette zunächst fast unverändert weiter produziert. Vielleicht wird der Name geändert aber technisch bleibt es mehr oder weniger beim "Alten". Für Nikon wäre das eine billige Lösung. Mit einem Schlag hätte man ein breites Segment abgedeckt. Man könnte dem Kunden eine relativ große Auswahl an Objektiven anbieten. Mit einem Schlag hätte man den Konkurrenten Canon überholt, der gerade mit seinen EOS-M-Kameras im spiegellosen Bereich zu punkten. Vielen Fotografen würde man sicher eine große Freude machen, wenn ein guter Adapter vom F-Bajonett zum NX-Bajonett geschaffen würde, der die Objektive nicht nur mechanisch mit der Kamera verbindet, sondern auch die Nutzung von Autofokus und Blende ermöglicht. Interessant wäre es, was Nikon dann mit der Nikon 1 macht. Diese kleine Systemkamera steht ja in direkter Konkurrenz zur NX mini. Beide Systeme weiter zu produzieren würde keinen Sinn machen. Meine Vermutung wäre, dass die NX mini nicht weiter geführt wird.

Das zweite Szenario könnte sein, dass Nikon eine komplett neue Kamera entwickelt und nur die von Samsung entwickelte Technologie benutzt. Der Vorteil wäre, dass die Kamera dann besser in die aktuelle Produktpalette integriert werden könnte. Vielleicht könnten dann auch die vorhandenen Nikon-Objektive besser integriert werden, wobei das technisch schwierig ist. Der Abstand vom Objektiv zum Sensor ist bei den Spiegellosen tendenziell geringer. Schließlich fehlt der Spiegelkasten. Entweder verschenkt man den Vorteil der kompakteren Bauform oder man setzt doch wieder auf eine Adapterlösung.

Ich persönlich gebe den ersten Szenario größere Chancen. Es ist allerhöchste Zeit für Nikon, jetzt konkurrenzfähige spiegellose Systemkameras anzubieten. Der Konkurrent Canon scheint gerade die Entwicklung eigener Systemkameras zu forcieren. Sony steht mit seiner A7-Serie sehr stark da. Spätestens mit der Leica SL ist die spiegellose Technik auch im Profi-Bereich angekommen. Nikon bietet eine Spiegellose bisher nur eine Einsteigerkamera an. Will die Firma nicht den Anschluss verlieren, dann muss sich ganz schnell in diesem Bereich was ändern.

Mittwoch, 11. November 2015

Aus für die Samsung NX1

Nach den derzeitigen Gerüchten ist das Aus für das NX-System von Samsung sehr wahrscheinlich. Einer Quelle zufolge wird der Verkauf der NX1 in Europa eingestellt. Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, wann auch die anderen Modelle nicht mehr vertrieben werden.

Die Samsung-Kameras werden sicherlich nicht schlagartig aus den Geschäften und von den Online-Shops verschwinden. Es werden aber mit Sicherheit keinerlei Weiterentwicklung mehr geben und mit neuen Objektiven sieht es ganz schlecht aus. Jedem, der sich zur Zeit eine neue Systemkamera kaufen möchte, dem kann ich nur dringend davon abraten, sich eine Kamera von Samsung zu kaufen. Mittelfristig wird es wohl kein Zubehör mehr dazu geben und langfristig wird es dann wohl auch mit Ersatzteilen schwierig werden.
Wer eine NX-Kamera hat, der muss diese natürlich nicht gleich verkaufen. Ich werde das System auf jeden Fall mindestens die nächsten fünf Jahre weiter nutzen und dann mal schauen, wie sich der Markt der spiegellosen Systemkameras weiterentwickelt hat. Ich hoffe darauf, dass es in den nächsten Wochen noch das ein oder andere Schnäppchen für meine Ausrüstung gibt.
Alles in Allem finde ich es sehr schade, dass es Samsung auch beim zweiten Anlauf, in den Kameramarkt einzusteigen, es wieder nicht geschafft hat. Die Kamerasparte ist bei Samsung nur ein winzig kleines Geschäftsfeld, das wohl nie Gewinne erwirtschaftet hat. Wenn es wirtschaftlich schwieriger wird, dann wird in so einem Großkonzern auch mal schnell so ein Geschäftsfeld geschlossen.
Der Markt für hochwertig Kameras lebt vom Geschäft mit dem Zubehör. Ein Kunde muss darauf vertrauen können, auch nach Jahren Objektive, Blitze und anderes Zubehör für sein System zu bekommen. Das ist grundsätzlich anders als bei Waschmaschinen, Handys und Fernsehern. Das hat Samsung wohl nicht verstanden.
Wenn Samsung irgendwann einen dritten Anlauf für den Einstieg in den Kameramarkt probieren sollte, dann werde ich mit Sicherheit keine Samsung-Kamera mehr kaufen.

Donnerstag, 24. September 2015

Wie geht es weiter mit den NX-Kameras?

Inzwischen sind ein paar Tage vergangen seit dem das Gerücht über den angeblichen Ausstieg von Samsung aus dem Kamerageschäft bekannt wurde. Inzwischen gibt es auch ein Dementi von Samsung. Es ist vielleicht einmal Zeit, die Lage ein wenig ausführlicher zu analysieren.

Dass Samsung momentan ein paar wirtschaftliche Probleme hat, das ist klar. In solche einer Situation wird natürlich geschaut, in welchen Bereichen kein Gewinn gemacht wird. Die Kamerasparte ist mit Sicherheit so ein Bereich.

Ich sehe vier Möglichkeiten, wie sich die Situation weiterentwickeln kann:
  1. An diesem Gerücht ist nichts dran. Samsung betreibt seine Kamera-Sparte weiter wie bisher.
  2. Das Gerücht ist wahr und Samsung hat die Meldung nur dementiert, damit die auf Lager vorhandenen Kameras und Objektive noch verkauft werden können.
  3. Samsung trennt sich nur von einem Teil des Kamera-Geschäfts, und zwar von den Kompaktkameras. Die NX-Reihe wird es weiter geben.
  4. Samsung versucht, die Kamera-Sparte zu verkaufen.
Ich halte die Variante 3 für am wahrscheinlichsten. Die einfachen Kompaktkameras haben es immer schwerer, sich gegenüber den Smartphones mit guter Kamera zu behaupten. Über kurz oder lang wird diese Kameragattung sowieso aussterben. Ausnahmen werden da nur die sogenannten Edel-Kompaktkameras wie die Sony RX100 sein.

In die Entwicklung des NX-Systems hat Samsung eine Menge Energie gesteckt. Das Produkt ist vom technischen Standpunkt her zumindest auf der Höhe der Zeit, vielleicht sogar in einigen Bereichen führend. Ich glaube eigentlich nicht, dass das Knowhow jetzt einfach so weggeschmissen wird.

Die Variante 4 ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Wenn ich mir die großen Hersteller von Fototechnik so anschauen, dann gibt es allerdings nicht gar so viele, in dessen Sortiment die NX-Reihe passen würde. Eine wäre NIKON. Zumindest im Mittelklassebereich wird sich die spiegellose Systemkamera früher oder später gegenüber der Spiegelreflexkamera durchsetzen. Das Engagement von NIKON im spiegellosen Bereich ist bisher nur sehr halbherzig. Mit der Nikon 1 haben sie nur eine Systemkamera mit kleinem 1"-Sensor im Angebot. Möglich wäre, dass NIKON seine DSLRs mit DX-Sensor aufgibt und sich auf die DSLRs mit Vollformat-Sensor konzentriert. In die Lücke würde die NX-Serie gut passen.

Ich bin mal gespannt, wie Samsung in der nächsten Zeit sich verhalten wird. Eine Ankündigung eines neuen Modells der NX-Reihe würde wohl auf einen Schlag alle Gerüchte zum Schweigen bringen.

Dienstag, 30. Dezember 2014

Wo bleiben die Spiegellosen von Canon und Nikon?

Die Firmen Canon und Nikon sind sehr traditionsreiche Firmen was Kameras angeht. Sie bieten ein breites Sortiment an. Es beginnt mit einfachen Kompaktkameras und endet bei Profikameras mit Vollformatsensor.
Beide Hersteller bieten auch spiegellose Systemkameras an, die EOS M und Nikon 1.



Trotzdem unterstützen beide Hersteller dieses Segment nur sehr halbherzig. Die EOS M wartet schon seit Jahren auf ein Nachfolgemodell, das einige technische Schwächen wie den langsamen Autofokus ausmerzt. Die Nikon 1 hat nur einen kleinen 1"-Sensor, der damit seine Grenzen in der Bildqualität hat. Die Spiegellosen beider Firmen bleiben deutlich unter dem Niveau der Einsteiger-DSLRs.



Warum aber bringen beide Firmen nicht mal eine spiegellose Kamera mit APS-C-Sensor auf dem Niveau der NX30 auf den Markt? Das technische Potential dazu hätten sie doch eigentlich.
Ganz einfach, sie würden sich selber damit Konkurenz machen. Wieso sollte  jemand eine EOS 700D kaufen? Eine NX30 ist dieser Kamera in allen Bereichen überlegen und das auf etwas gleichen Preisniveau und kompakteren Gehäuse.



Gut, Canon und Nikon sind angesehenen Namen auf dem Kameramarkt. Samsung ist eher als Hersteller von Smartphones bekannt, weniger als Anbieter hochwertiger Kameras.
Die beiden etablierten Kamerahersteller leben derzeit gut von ihren Namen. Beide Marken verbinden die meisten Käufer nicht ganz zu Unrecht mit hochwertiger Technik. Revolutionäre Änderungen hält man da im Moment anscheinend noch nicht für notwendig, eher evolutionäre. Die treue Kundschaft möchte man wohl nicht verschrecken.
Ganz außen vor lassen wollen beide Hersteller die Technik der spiegellosen Systemkameras trotzdem nicht. Einen Fuß in der Tür zu haben ist schließlich nicht schlecht. Für den Fall, wenn immer mehr Kunden verstehen, dass Spiegelreflextechnik nicht für gute Bilder notwendig ist. Bis dahin will man anscheinend aber weiterhin die etablierten Produkte verkaufen und das Geld für die Produktentwicklung sparen. Innovativ ist das nicht.
Die Situation bei Samsung ist da wesentlich anders. Da gibt es keinen "Ballast". Vor Jahren wurden zwar mal DSLRs unter dem Namen Samsung verkauft. Das waren aber eigentlich Pentax-Kameras.
Mit der NX5 hat Samsung 2010 einen kompletten Neuanfang gewagt. Inzwischen deckt Samsung mit seinen Systemkameras einen breiten Bereich ab. Das beginnt bei der gehobenen Schnappschuss-Kamera NX mini und endet im Profi-Bereich mit der NX1.
Das Marktsegment der Spiegellosen ist derzeit der einzig wachsende Bereich im Kameramarkt. Der Massenmarkt der billigen Kompaktkameras wurde durch immer bessere Kameras in den Smartphones regelrecht aufgelöst. Der Markt für DSLRs stagniert. Sony mit der Alpha 7 und Samsung mit der NX1 beginnen nun schon, am Profi-Segment zu kratzen. Es wird zwar noch eine Weile dauern, bis die Spiegellosen da wirklich Fuß fassen. Schließlich spielt in diesem Segment die Objektivauswahl eine entscheidende Rolle und der Umstieg auf ein neues System bedeutet für einen Profi eine erhebliche Investition. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, wann immer mehr Berufsfotografen auf die neue Technik umsteigen werden.
Ich bin gespannt, wann Canon und Nikon den Schritt machen und sich ernsthaft mit der neuen Technik auseinander setzen. Noch ist es nicht zu spät.



Montag, 19. Mai 2014

Samsung Galaxy NX, ein teures Spielzeug?

Das Samsung eine Systemkamera mit Android anbietet ist eigentlich konsequent.Schließlich ist der Konzern weltweit der größte Anbieter von Smartphones mit diesem Betriebssystem. Ist die Samsung Galaxy NX nun revolutionär oder nur teures Spielzeugt?

9082856491 80836f01b9 oGalaxy NX by SamsungBE
Auf jeden Fall hat das Konzept erst einmal einen großen Vorteil. Android ist das am weitesten verbreitete Betriebssystem für Smartphones. Das intuitive Bedienungskonzept ist sehr vielen Menschen vertraut. Für den Einsteiger ist die herkömmliche Bedienung einer modernen leistungsfähigen Digitalkamera erst einmal überhaupt nicht intuitiv. Im Gegenteil. Die meisten sind von die vielen Knöpfchen und Rädchen am Gehäuse erst einmal total überfordert. Das ging mir nicht anders. Ein großer Touchscreen mit einer bekannten Bedienungsoberfläche senkt auf jeden Fall die Hemmschwelle.

Aber auch die Knöpfchen und Rädchen haben ihre Vorteile. Durch sie sind viele wichtige Funktionen direkt erreichbar. Man muss sich nicht durch Menüs hangeln. Der größte Vorteil für mich persönlich ist aber, dass die Bedienelemente ertastbar sind. Ich kann beispielsweise das Auge am Sucher lassen, um mit der OK-Taste das Bild zu vergrößern. Bis ich mir gemerkt hatte, welche Funktion durch welchen Knopf zu erreichen ist, ist einige Zeit vergangen.

Ich kann mir aber auch durchaus Szenarien vorstellen, bei denen eine Kamera mit Android seine Vorteile voll ausspielen kann. Auf einer Reise zum Beispiel. Will man während man unterwegs ist ein Blog mit gute Fotos verschönern oder seine Freunde in sozialen Netzwerken über seine Erlebnisse auf den Laufenden halten, dann ist so eine Kamera ideal. Dank Android lassen sich passende Apps für Facebook, Twitter und Google+ oder auch zum Zugriff auf Blogger oder Wordpress installieren. WLAN-Zugang in den meisten Gegenden auch kein Problem. Falls mal kein WLAN in der Nähe ist, dann bleibt immer noch die Mobilfunkverbindung über UMTS oder LTE. Natürlich könnte man auch einen kleinen Laptop mit auf Reisen nehmen. Doch oft ist das Gepäck beschränkt.

Mein Fazit: Für meine aktuellen Anwendungsfälle würde ich das herkömmliche Bedienungskonzept meiner NX10 favorisieren. Wenn ich aber eine Weltreise planen würde, dann würde ich ernsthaft den Umstieg auf eine Samsung Galaxy NX in Erwägung ziehen.

Donnerstag, 10. April 2014

Samsungs Strategie bei den Systemkameras

Vor erst 4 Jahren stieg Samsung mit der NX 10 in den Markt der Systemkameras ein. Zuvor hatte Samsung Spiegelreflex-Kameras der GX-Serie angeboten. Diese Kameras wurden in Zusammenarbeit mit Pentax produziert oder besser gesagt, es waren Pentax-Kameras mit Samsung-Schriftzug auf dem Gehäuse. So richtig erfolgreich waren diese Kameras nicht. Vielleicht lag es auch an der halbherzigen Unterstützung von Samsung. Die Zusammenarbeit mit Pentax wurde irgendwann aufgekündigt. Samsung musste sich nun Gedanken machen, wie die Lücke zu füllen war. Man entschied sich dafür, eine spiegellose Systemkamera zu entwickeln, die NX 10.

Samsung NX10

Mit dieser Kamera wurden die Eckdaten des neuen System festgelegt. Man entschied sich für die Sensorgröße APS-C. Das war und ist die gängige Größe für viele Spiegelreflexkameras und auch für viele andere spiegellose Systemkameras. Es bietet einen guten Kompromiss zwischen Qualität und Größe. Man darf auch nicht vergessen, dass die Sensorgröße nicht nur die Gehäusegröße beeinflusst sondern auch Auswirkungen auf die Größe der Objektive hat.

Für den Anschluss des Objekts wurde das NX-Bajonett entwickelt. Durch den Wegfall des Spiegelkastens konnte das Objektiv näher an den Sensor rutschen,  so dass die Kamera kompakter wurde.

Das Design lehnte sich stark an eine Spiegelreflexkamera an, nur etwas kompakter. Ein paar Monate nach dem Erscheinen der NX 10 brachte man die NX 5 heraus. Das war eine "abgespeckte" Version der NX 10, bei der z. B. auf das AMOLED-Display verzichtet wurde.

Es dauerte nur ein knappes Jahr, da wurde eine verbesserte Variante, die NX 11 auf den Markt gebracht.

Samsung hat als großer Elektronik-Konzern ein riesiges Potential. Ihm stehen viele Technologien und viele andere Ressourcen zur Verfügung.

Nachdem Samsung mit der NX 10 eine Basis geschaffen hatte, begann man mit der Diversifizierung der Angebots. Nicht jeder Fotograf braucht eine Sucher. Den meisten reicht das Display. Also wurde mit der NX 100 eine Kamera ohne Sucher aber mit einem kompakteren Gehäuse herausgebracht.

Samsung NX100 with Samsung i-Function 20-50mm f3.5-5.6 ED

Die NX-Reihe mit den zweistelligen Zahlen wurde konsequent weiter entwickelt und soll den ambitionierten Amateur bis hin zum semiprofessionellen Fotografen ansprechen.

Nach unten wurde die Palette mit der NX 1000 und deren Nachfolgern abgerundet. Diese Reihe mit den vierstelligen Nummern ist noch etwas kompakter gestaltet und soll mit vielen Automatiken besonders Umsteiger von Kompaktkameras ansprechen. Trotz der schon sehr kompakten Abmessungen passen die Kameras dieser Reihe nicht unbedingt in jede Damenhandtasche. Dafür wurde vor kurzem die Samsung NX mini geschaffen. Bemerkenswert ist, dass mit dieser Kamera eigentlich ein neues System definiert wurde. Sensorgröße und Objektive unterscheiden sich von den bisherigen Kameras der NX-Serie.

Die Strategie von Samsung ist nicht neu. Schaut man sich die Entwicklung der Smartphones an, dann fallen viele Parallelen auf. Das Ur-Galaxy wurde stetig weiter entwickelt. Es wurden Zweige mit kleinerem und welche mit größerem Display geschaffen. Es gibt inzwischen hochpreisige Edelausführungen und billige Modelle. Die Zielgruppe wurde immer mehr erweitert.

Was wird Samsung als nächstes bei den Systemkameras tun? Ich vermute, dass man sich den Profi-Bereich vornehmen wird. Ich bin mir da noch gar nicht so ganz sicher, ob man beim APS-C-Sensor bleiben wird. Dass die Sensorgröße kein Dogma ist hat man bei der NX mini gezeigt. Vielleicht wird es in näherer Zukunft eine Profi-Reihe mit Vollformat-Sensor geben.

Vielleicht bleibt man aber auch beim APS-C-Sensor und schafft eine verbesserte Variante der NX 30 einschließlich neuer Objektive. Dort könnte man dann den Fokus weniger auf Preis und Kompaktheit legen, sondern mehr auf Qualität. Im Gegensatz zu anderen Kameraherstellern hat Samsung keine Spielgelreflexkameras im Angebot. Viele andere Hersteller müssen bei der Weiterentwicklung der spiegellosen Systemkameras darauf Rücksicht nehmen, dass man den höherpreisigen Spiegelreflexsystemen aus den eigenen Häusern nicht das Wasser abgräbt. Das trifft nicht auf Samsung zu. Deswegen erwarte ich noch viele interessante Neuerungen.

Sonntag, 2. Februar 2014

Manuell Fotografieren lernen


Moderne Kameras bieten eine Menge an Automatiken. Es wird der Eindruck erweckt, dass man nur noch aufs Köpfchen drücken müsse und die Automatik kümmert sich um den Rest und ohne Sportprogramm wären keine Sportbilder möglich.

In vielen Fällen funktioniert das auch recht gut aber es gibt viele Fälle, wo das zu keinen guten Ergebnissen führt. Ein Einsteiger kann sich dann vielleicht nicht erklären, warum das Ergebnis nicht seinen Erwartungen entspricht und gibt vielleicht auf.

Deswegen ist es meiner Meinung nach wichtig, dass ein Einsteiger sich mit den technischen Grundlagen der Fotografie beschäftigt.

Eigentlich sind es nur zwei Bereiche, die zumindest in den Grundzügen verstanden sein müssen:
  1. Belichtung
  2. Optik

Belichtung

Bei der Belichtung geht es um das Zusammenspiel von Belichtungszeit, Blendenwert und ISO-Wert.

Der Fotograf muss verstehen was passiert, wenn die Belichtungszeit bei einem bewegen Motiv verändert wird, was mit der Schärfentiefe bei verschiedenen Blenden geschieht und wie sich der ISO-Wert auf die Bildqualität auswirkt.

Optik

Außerdem ist es wichtig zu wissen, was es bedeutet, ein Objekt scharf zu stellen. Wie ist das mit der Schärfentiefe? Wie verändert sich ein Bild wenn die Brennweite des Objektivs geändert wird. Wie hängen Brennweite und Schärfentiefe zusammen?

Manueller Modus

Meiner Meinung nach lernt man die Grundlagen am besten, wenn alle Automatik-Funktionen der Kamera abgeschaltet sind. Also Programmwählrad auf "M", und Autofokus auf "aus". Ein Stativ und eventuell ein Objektiv mit fester Brennweite und vielleicht sogar ein Handbelichtungsmesser sind ebenfalls hilfreich.

Mit Technikfeindlichkeit hat das nichts zu tun. Ich benutze gerne die Automatik-Funktionen. Wenn man verstanden hat, dass das Sportprogramm auch nur Belichtungszeit, Blendenwert und ISO-Wert beeinflusst, dann kommt man vielleicht mit der Blendenautomatik "S" und einen festen ISO-Wert zu den besseren Ergebnissen.